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Experten bleiben skeptisch

Internationale Börsen erholen sich

  • Veröffentlicht: 27.08.2015
  • 14:20
  • dpa
dpa

Nach rasanten Kursstürzen geht es an Chinas Aktienmärkten wieder aufwärts. Auch in Deutschland, den USA und Japan klettern die Kurse. Ist das die Trendwende?

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Anleger rund um den Globus atmen auf: Nach turbulenten Tagen stehen die Zeichen an den weltweiten Börsen vorerst auf Entspannung. Die Aktienmärkte in China und Japan schlossen am Donnerstag deutlich im Plus und konnten die dramatischen Verluste vom Wochenbeginn teilweise ausgleichen. Die Anleger am deutschen Aktienmarkt reagierten erleichtert. Der Dax kletterte bis zum Mittag deutlich über die Marke von 10.000 Punkten. Der Euro erholte sich leicht, der Ölpreis stieg. Experten warnten allerdings vor zu großem Optimismus.

An den Börsen Asiens ging es durch die Bank aufwärts. Die arg gebeutelten chinesischen Aktienmärkte erholten sich besonders kräftig. Sorgen um die Wirtschaft des Landes hatten den jüngsten Kurseinbruch an den globalen Börsen ausgelöst. Jetzt scheine die Zuversicht zurückzukehren, dass die chinesische Regierung der Wirtschaft und dem Aktienmarkt des Landes notfalls weiter unter die Arme greifen werde, erklärte Analyst Markus Huber vom Wertpapierhändler Peregrine & Black.

Die chinesische Zentralbank pumpte Yuan in den Markt

Die chinesische Zentralbank pumpte am Donnerstag 150 Milliarden Yuan (rund 20 Milliarden Euro) in den Markt, indem sie bestimmte Wertpapiere kaufte. Der wichtige Shanghai Composite Index stieg um 5,34 Prozent auf 3.083,59 Punkte, nachdem die Kurse seit vergangenen Donnerstag rund 20 Prozent verloren hatten. Auch die japanische Börse erholte sich weiter.

Der deutsche Leitindex Dax kletterte bis zum Mittag um 2,93 Prozent auf 10.290 Punkte nachdem er zur Wochenmitte wieder unter die Marke von 10.000 Punkten gerutscht war.

Auch der Wall Street war ein Comeback gelungen

Entwarnung geben Experten aber noch nicht. Es brauche schon einige weitere gute Handelstage, um das Vertrauen und die Zuversicht der Anleger nach den jüngsten Turbulenzen wieder herzustellen, sagte Marktanalyst Michael Hewson vom Wertpapierhändler CMC Markets UK.

Auch der Wall Street war zur Wochenmitte ein Comeback nach dem jüngsten Einbruch gelungen. Dort hatten Aussagen eines US-Notenbankers die Hoffnung bestärkt, dass die Notenbank Fed den Leitzins nun doch nicht schon im September anhebt. Bei steigenden Zinsen könnten andere Anlagen im Vergleich zu Aktien wieder attraktiver werden. Investoren hatten in den vergangenen Jahren wegen der Niedrigzinsen vermehrt auf Aktien gesetzt.

Die Entspannung an den Finanzmärkten stützte den Ölpreis

Die allgemeine Entspannung an den Finanzmärkten stützte den Ölpreis. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober 44,07 US-Dollar, 93 Cent mehr als am Vortag. Der Euro erholte sich nach den deutlichen Verlusten der beiden vergangenen Handelstage leicht. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1350 US-Dollar gehandelt und damit etwas höher als Vorabend.

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