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Bürokratische Hemmnisse müssten überwunden werden

Lemke: Wir brauchen junge Migranten für die Rente

  • Veröffentlicht: 14.08.2015
  • 11:07 Uhr
  • dpa
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Die Integration von Migranten in den Arbeitsmarkt ist nach Ansicht von Eveline Lemke für die Altersversorgung in Deutschland von zentraler Bedeutung.

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Die zügige Integration von Migranten in den Arbeitsmarkt ist nach Ansicht der rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (Grüne) auch für die Altersversorgung in Deutschland von zentraler Bedeutung. "Junge Menschen unterschiedlicher Herkunft sehnen sich danach, bei uns zu arbeiten", sagte Lemke der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. "Und wir brauchen sie zur Bereicherung unserer eigenen Erfahrungen, für die Besetzung von Fachkräftestellen oder in der Pflege, wir brauchen sie für unsere Rente."

Die stellvertretende Ministerpräsidentin bekräftigte die Forderung nach einem Einwanderungsgesetz und nach einer Abschaffung der sogenannten Vorrangprüfung. Danach können Asylbewerber nach drei Monaten nur dann eine Stelle antreten, wenn für diese keine deutschen Arbeitnehmer, EU-Bürger oder rechtlich gleichgestellte Ausländer zur Verfügung stehen.

"Das ist nicht mehr zeitgemäß", sagte Lemke. "Wir haben quasi Vollbeschäftigung, was soll da eine Vorrangprüfung?" Solche bürokratischen Hemmnisse müssten überwunden werden. Niemand sollte von vornherein ausgeschlossen werden, "auch nicht Menschen aus westlichen Balkanstaaten". Aber dort dürften keine falschen Erwartungen geweckt werden. "Zurzeit haben wir noch das Problem, dass Menschen von kriminellen Schleusern mit falschen Versprechungen nach Deutschland geholt werden."

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