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Skandal um insolvente Bitcoin-Börse

Mt.Gox will "alle Fragen" beantworten

  • Veröffentlicht: 03.03.2014
  • 17:15
  • jal, AFP
RTR, AFP/Archiv

Die in schwere Turbulenzen geratene Bitcoin-Börse Mt.Gox hat eine Telefonhotline für besorgte Kunden freigeschaltet. Unter der japanischen Nummer würden "alle Fragen" beantwortet, teilte die in Tokio ansässige Firma auf ihrer Internetseite mit. In Kürze werde zudem "ein Überblick über die Situation" auf der Webseite veröffentlicht. Dem Handelsplatz für die virtuelle Währung waren 750.000 Bitcoins von Kunden und 100.000 eigene Exemplare abhanden gekommen. Der Gesamtwert der verschwundenen Bitcoins belief sich nach Wechselkursen auf rund 350 Millionen Euro.

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Die Mt.Gox-Handelsplattform hatte Anfang Februar den Tausch von Bitcoins in reale Währungen ausgesetzt, Anfang vergangener Woche verschwand die Handelsplattform dann aus dem Internet. Am Freitag beantragte das Unternehmen wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Gläubigerschutz; das Bezirksgericht von Tokio nahm den Antrag an.

Mt.Gox gibt an, dass Software-Probleme es kriminellen Angreifern ermöglicht hätten, die Bitcoins zu stehlen. Etwa 127.000 Nutzer der Börse sollen betroffen sein. Die japanischen Behörden nahmen Ermittlungen auf. Auch die US-Justiz befasst sich mit den Vorgängen.

Aufsichtsbehörden warnen vor Bitcoin-Handel

Die virtuelle Währung Bitcoin war im Jahr 2009 als Antwort auf die Finanzkrise erfunden worden. Geschaffen hat sie ein unbekannter Programmierer, der eine von Staaten, Zentralbanken und anderen Finanzinstituten unabhängige Währung wollte. Das virtuelle Geld wird durch komplexe Verfahren berechnet. Der Wechselkurs zu echten Währungen schwankt stark. Aufsichtsbehörden weltweit hatten in den vergangenen Monaten verstärkt vor den Risiken gewarnt.

Die Mt.Gox-Hotline ist zu erreichen unter der japanischen Telefonnummer 0081-3-4588-3921. Das Call Center ist an Werktagen von 2 Uhr bis 9 Uhr deutscher Zeit besetzt.

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