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Demonstranten bildeten Menschenkette

Protest vor US-Airbase Ramstein gegen Drohnenkrieg

  • Veröffentlicht: 11.06.2016
  • 18:43
  • dpa
dpa/Oliver Dietze

Menschenkette für den Frieden: Mehrere Tausend Demonstranten haben vor der US-Airbase in Ramstein gegen den angeblich von dort mit gesteuerten Kriegseinsatz von Drohnen protestiert.

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Tausende Friedensaktivisten haben am pfälzischen US-Stützpunkt Ramstein gegen den Kriegseinsatz von Drohnen demonstriert. Sie bildeten am Samstag eine Menschenkette von der Ortsgemeinde Kindsbach über Landstuhl an der Airbase bis nach Ramstein-Miesenbach. Die Organisatoren sprachen von etwa 5.000 Teilnehmern aus ganz Deutschland, die Polizei in Landstuhl von rund 2.000.

Mit der Menschenkette wollten sie ein Zeichen setzen gegen die Rolle des US-Militärflugplatzes. Ramstein spielt Berichten zufolge eine wichtige Rolle im Drohnenkrieg der Amerikaner. Aus den USA kommende Signale würden über die Relaisstation SATCOM in Ramstein in die Krisengebiete weitergeleitet.

Politiker von Linken und Grünen dabei

Vor der Menschenkette hatte es eine Kundgebung in Kaiserslautern mit rund 1.500 Teilnehmern gegeben. Mehrere Redner, darunter der saarländische Linksfraktionschef Oskar Lafontaine und die Grünen-Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner, forderten die Bundesregierung auf, die Unterstützung für Militäreinsätze der Amerikaner einzustellen.

Es sei "schizophren", einerseits Edelmut in der Flüchtlingskrise zu demonstrieren, andererseits aber Angriffskriege der USA zu unterstützen, sagte Lafontaine. Rößner erklärte, Drohnenangriffe sorgten dafür, dass sich weitere Menschen etwa im Nahen Osten radikalisierten.

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