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Energiegeschäft belastet Marge

Siemens streicht weitere 4500 Stellen

  • Veröffentlicht: 07.05.2015
  • 07:47
  • dpa
dpa

Der Technologiekonzern Siemens streicht weitere 4500 Arbeitsplätze, davon 2200 in Deutschland.

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Der Technologiekonzern Siemens streicht weitere 4500 Arbeitsplätze, davon 2200 in Deutschland. Das teilte das Unternehmen am Donnerstagmorgen in München mit. Hintergrund sind die Probleme in der Energiesparte sowie die Sanierung ertragsschwacher Geschäfte.

 Siemens kämpft im Stromerzeugungsgeschäft mit einem schwierigen Marktumfeld mit Preisverfall und einer Nachfrageflaute bei großen Gasturbinen. Für das Energiegeschäft hatte der Konzern deshalb bereits im Februar angekündigt, dass 1200 Jobs gekappt werden.

Energiesparte zieht Marge nach unten

 Der ebenfalls bereits bekanntgegebene Stellenbau im Zuge des Konzernumbaus verringert sich derweil: Statt 7800 Jobs fallen nun 7400 Arbeitsplätze weg, davon 2900 in Deutschland. Ursprünglich sollten 3300 Stellen in Deutschland von dem Umbau betroffen sein, doch habe sich die Zahl nach Gesprächen mit den Arbeitnehmervertretern reduziert, hieß es. Der Umbau sei nun "in der Hauptsache abgeschlossen".

 Der Gewinn in der Energiesparte sackte im abgelaufenen Quartal ab. Weil das Ergebnis bei Power & Gas um ein Drittel absackte, rutschte auch die für den Konzern wichtige Rendite des Kerngeschäfts unter den angepeilten Zielkorridor. Vom stagnierenden Umsatz blieben nur noch neun Prozent als operativer Gewinn übrig - eigentlich wollen die Münchner zehn bis elf Prozent einfahren. Die Ziele für das Ende September auslaufende Geschäftsjahr bestätigte Konzernchef Joe Kaeser - betonte allerdings, dass die für Siemens wichtigen Märkte weiterhin "komplex" blieben.

Gewinn verdreifacht - aber nur wegen Spartenverkäufen

 Unter dem Strich verdreifachte sich der Überschuss von Siemens zwar auf 3,9 Milliarden Euro - das lag aber vor allem daran, dass der Konzern Teile seines Tafelsilbers verkaufte. Mehr als drei Milliarden Euro sammelte das Unternehmen dadurch ein, dass es etwa seine Anteile an der Hausgerätesparte BSH an den Partner Bosch abgab und sein Hörgerätegeschäft verkauft hatte

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