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Dank Yen-Schwäche

Toyota vermeldet neuen Rekordgewinn

  • Veröffentlicht: 08.05.2015
  • 12:02 Uhr
  • dpa
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Der japanische Autoriese Toyota hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Rekordgewinne eingefahren.

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Der japanische Autoriese Toyota hat im abgelaufenen Geschäftsjahr dank des schwachen Yen Rekordgewinne eingefahren. Wie der gemessen am Absatz weltgrößte Autobauer nach Börsenschluss bekanntgab, erhöhte sich der Betriebsgewinn um 20 Prozent auf 2,75 Billionen Yen (20 Milliarden Euro).

Dank des günstigen Wechselkurses und Kosteneinsparungen seien rückläufige Absatzzahlen wettgemacht worden. Unterm Strich stieg der Gewinn zum Bilanzstichtag 31. März um 19,2 Prozent auf den Rekord von rund 2,2 Billionen Yen. Der Umsatz zog um sechs Prozent auf 27,2 Billionen Yen an. Für das bis zum 31. März 2016 laufende Geschäftsjahr rechnet Toyota mit einem nur leichten Anstieg des Betriebsgewinns auf 2,8 Billionen Yen.

Weltweit hatte Toyota im vergangenen Kalenderjahr trotz der stärkeren Fokussierung auf Profitabilität zum dritten Mal in Folge den Titel als größter Autohersteller verteidigen können. Mit 10,23 Millionen verkauften Fahrzeugen schmolz der Vorsprung auf VW allerdings auf 90 000 Stück. Die Japaner verkauften im ersten Quartal dieses Jahres mit 2,52 Millionen Fahrzeuge zwar 2,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Dies waren aber immer noch 30 000 Stück oder 1,2 Prozent mehr als beim Konkurrenten als Wolfsburg. Angesichts der zurückgegangenen Verkaufszahlen dünnt Toyota sein Händlernetz in Deutschland aus.

Absatz leicht gesunken

Auch auf dem japanischen Heimatmarkt kämpft der Konzern mit deutlichen Absatzeinbußen in Folge einer Mehrwertsteuererhöhung im vergangenen Jahr. So sank die Zahl der ausgelieferten Autos im abgelaufenen Geschäftsjahr um 211 000 Stück auf 2,15 Millionen.

Vor diesem Hintergrund nimmt Toyota nach mehreren Jahren Pause seinen globalen Expansionskurs nun wieder auf, um seine Spitzenreiterrolle zu sichern. Während Toyota sich zuletzt darauf konzentriert hatte, die Produktivität zu steigern, werden nun auch wieder neue Werke errichtet. Hierzu investieren die Japaner in Mexiko und China rund 1,4 Milliarden Euro. Mit den zusätzlichen Werken soll die Produktionskapazität bis 2019 um 300 000 Autos aufgestockt werden.

Toyota vor einem Wendepunkt

Dieses Jahr werde ein wichtiger "Wendepunkt" für den Konzern darstellen, sagte Toyota-Chef Akio Toyoda am Freitag bei der Bilanzvorlage. Es werde sich zeigen, ob "wir uns hin zu einem nachhaltigen Wachstum bewegen" oder ob die "bisherigen Bemühungen" vergeblich waren.

Der Konzern, zu dem auch der Nutzfahrzeughersteller Hino Motors und der Kleinwagenbauer Daihatsu gehören, verkaufte in dem am 31. März abgelaufenen Geschäftsjahr weltweit 10,17 Millionen Fahrzeuge und übertraf damit im zweiten Jahr in Folge die 10-Millionen-Marke. Im laufenden Geschäftsjahr peilt Toyota einen globalen Absatz von 10,15 Millionen Autos an.

Toyoda versprach, der Autoriese werde die Anteilseigner belohnen, indem Toyota "stabil und nachhaltig" Dividenden ausschütte und "flexibel" Aktienrückkäufe erwäge. Die Aktie stieg im bisherigen Jahresverlauf um 9,5 Prozent.

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