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Nach den Beratungen

Tspiras: Wir sind optimistischer

  • Veröffentlicht: 20.03.2015
  • 09:50 Uhr
  • dpa
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 Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hat die gemeinsamen Anstrengungen mit den Kreditgebern zur Lösung der akuten Finanzkrise seines Landes gelobt.

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Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hat die gemeinsamen Anstrengungen mit den Kreditgebern zur Lösung der akuten Finanzkrise seines Landes gelobt. "Wir sind optimistischer nach den Beratungen", sagte Tsipras nach einem Krisengespräch am frühen Freitagmorgen am Rande des EU-Gipfels in Brüssel.

"Alle Seiten haben versucht, das Beste zu tun und die Probleme der griechischen Wirtschaft zu lösen." Sein Land habe sich verpflichtet, Reformvorschläge zu machen und sie in die Tat umzusetzen. Er schränkte zugleich ein, sein Land sei nicht zu Schritten verpflichtet, die zu einem Schrumpfen der eigenen Wirtschaft führen könnten.

EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU) wertet Griechenlands erneute Zusage, eine Liste mit Reformen vorzulegen, als Fortschritt. "Das ist erfreulich, weil die Griechen wieder in der Spur sind", sagte Oettinger am Freitagmorgen im Deutschlandfunk.

Die Griechen hätten erkannt, dass die europäischen Partner nicht erpressbar seien. Lege das Land nun belastbare Reformen vor, dann könne "das Geld vor Monatsende fließen". Bereits in den nächsten Tagen benötige Griechenland täglich mehrere Hundert Millionen Euro.

EU will "Grexident" verhindern

Komme die Liste allerdings nicht, "dann kann man nichts mehr ausschließen", sagte Oettinger. Die Europäische Kommission werde aber alles tun, damit weder ein geplanter Ausstieg noch ein "Grexident" passiere. Als "Grexident" wird ein ungeplantes Euro-Aus Griechenlands bezeichnet.

Gleichzeitig kritisierte der Kommissar für digitale Wirtschaft das Vorgehen des griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras. "Vielleicht braucht das Ego von Herrn Tsipras die Augenhöhe am Tisch einer Nachtsitzung mit den Regierungschefs." Tsipras hatte in der Nacht zu Freitag unter anderem mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, dem EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker und dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, verhandelt.

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