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Journalist prangert "Propagandashow" an

Wallraff: Ditib-Zentralmoschee ist politisches Symbol

  • Veröffentlicht: 05.10.2018
  • 07:52
  • dpa
Henning Kaiser/dpa

Journalist Günter Wallraff hat die Ditib-Zentralmoschee in Köln als "Symbol für einen bedrohlichen politischen Islam" angeprangert. Der am Mittwoch abgehaltene Tag der offenen Moschee in dem Gebäude sei "eine reine Propagandashow" gewesen, so Wallraff.

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Die Türkisch-Islamische Union Ditib werde komplett und ausschließlich von der autokratischen Regierung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan kontrolliert und befehligt. Die Kölner Lokalpolitiker, die sich im guten Glauben und mit besten Vorsätzen für den Bau der Moschee eingesetzt hätten, seien von der Ditib lediglich vorgeführt und ausgenutzt worden. Das sei eine bittere Erkenntnis.

Öffnung frühestens in Nach-Erdogan-Ära zu erwarten

Eine Öffnung der Ditib sei frühestens nach einem Ende der Ära Erdogan zu erwarten. "Ich kann mir durchaus vorstellen, dass der Despot und Alleinherrscher Erdogan, der jeglicher Kritik unempfänglich ist, die Türkei in ein paar Jahren dermaßen weiter runtergewirtschaftet hat, dass er entweder vor Gericht gestellt wird oder sich in sein Exil nach Bahrain absetzt", sagte Wallraff.

Es sei denn, Deutschland helfe seiner Regierung wirtschaftlich wieder auf die Beine. Erdogan hatte die Ditib-Zentralmoschee in Köln-Ehrenfeld am Samstag eröffnet.

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