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Neue Krater

Unterwasservulkane: Forscher entdecken drei neue mächtige Krater vor Sizilien

  • Aktualisiert: 11.04.2024
  • 17:17 Uhr
  • Stefan Kendzia

Wissenschaftler:innen sollen vor der Küste Siziliens drei mächtige Unterwasservulkane entdeckt haben. Die neu entdeckten Krater sollen sich über eine mindestens sechs Kilometer breite Fläche erstrecken und mehr als 150 Meter über den Meeresboden ragen. 

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In der Straße von Sizilien haben Meeresforscher:innen laut "Corriere della Sera" drei große Unterwasservulkane entdeckt. Das internationale Expeditionsteam, das gemeinsam von der Universität Malta und dem National Institute of Oceanography and Geophysics Experimental von Triest koordiniert wurde, untersuchte anhand eines Echolots den Meeresboden in verschiedenen, noch weitgehend unbekannten Abschnitten des sizilianischen Kanals.

Unterwasservulkanismus ist bisher nur wenig erforscht

Nachdem vor der Küste Siziliens drei Unterwasservulkane entdeckt wurden, geht es jetzt an deren Untersuchung: Aufgrund der schweren Zugänglichkeit ist der Unterwasservulkanismus allerdings bisher nur wenig erforscht. Wissenschaftler:innen der Expedition sammelten Gesteinsproben der Vulkane - sowohl Lava als auch pyroklastische Ablagerungen - die nun analysiert werden sollen. Man erhoffe sich so Hinweise auf das Alter der Vulkane und die Eigenschaften des Magmas.

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"Diese Informationen werden von grundlegender Bedeutung für die Rekonstruktion der geologischen Geschichte einer der komplexesten Regionen des zentralen Mittelmeers sein", verspricht Giulia Matilde Ferrante, Forscherin der Geophysik-Sektion der OGS, die an der Expedition teilgenommen hat. Die Entdeckung verzücke die Wissenschaftlerin. Denn dass heute im Mittelmeer noch unerforschte Gebiete vorkommen, sei fantastisch: "Das zeigt deutlich, wie wenig bekannt der Meeresboden selbst in Küstennähe noch ist", ergänzt der Kollege der gleichen OGS-Forschungsgruppe, Jonathan Ford.

Die nun entdeckten Vulkane können - wie alle Unterwasservulkane weltweit - eine Gefahr darstellen. Das Problem sei wohl groß, wenn sich die Vulkane in nur geringer Meerestiefe befänden. Denn dann sei es möglich, dass Asche und Gase in die Luft geschleudert werden, so der "Kölner Stadtanzeiger". Die in diesem Zusammenhang verschmutzte Luft stelle für Menschen ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko dar.

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  • Verwendete Quellen:
  • Corriere della Sera: "Tre nuovi vulcani sommersi e un relitto scoperti nel Canale di Sicilia"
  • Kölner Stadtanzeiger: "Wissenschaftler entdecken drei große Vulkane im Mittelmeer"
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