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Sportschütze erschießt drei Menschen 

Dreifach-Mord bei Augsburg: Durfte Täter Waffen besitzen?

  • Veröffentlicht: 01.08.2023
  • 18:17 Uhr

Dreifach-Mord bei Augsburg in Langweid am Lech - am Freitag kam es in der schwäbischen Gemeinde zu einer grausamen Tat. Ein 64-jähriger Sportschütze soll drei Menschen ermordet haben. Das ist der aktuelle Stand der Ermittlungen.

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Das Wichtigste in Kürze

  • In Langweid am Lech bei Augsburg soll ein 64-Jähriger drei Menschen ermordet haben.

  • Der Täter ist ein Sportschütze und hatte freien Zugang zu Waffen. 

  • Kommt es nach der Tat zu einer Verschärfung des Waffengesetzes? 

Dreifach-Mord in Schwaben

Dreifach-Mord in Augsburg bei Langweid am Lech - am Freitagabend soll der Täter drei Nachbarn ermordet und zwei weitere Personen verletzt haben. Der Hintergrund für diese Tat soll ein seit Jahren andauernder Nachbarschaftsstreit sein.

Wie Thomas Kleizinski, der Neffe eines Hausbewohners, aussagte, ging es in seinen Augen bei dem Streit eher um Kleinigkeiten: "Die Mülltonne war zu voll oder nicht rausgestellt. Außerdem waren von den Bewohnern auch mal die Enkelkinder da. Das war dem Nachbarn oben dann zu laut."

Der mutmaßliche Täter sitzt zur Zeit in Untersuchungshaft. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Tat geplant war.

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Täter wurde ordnungsgemäß überprüft

Der 64-jährige Sportschütze hatte freien Zugang zu mehreren Waffen. Die Ermittelnden gehen aktuell davon aus, dass die Tat geplant war.

Nach der Tat stellt sich die Frage, ob das Waffenrecht in Deutschland streng genug ist und, ob Menschen mit einem Waffenschein noch genauer überprüft werden sollten.

Der Landrat des Landkreises Augsburg, Martin Sailer (CSU), teilte mit, dass er die Besorgnis der Menschen verstehe. Der mutmaßliche Täter sei allerdings laut Sailer die letzten Jahre ordnungsgemäß überprüft worden: "So, wie es das Gesetz vorsieht: alle drei Jahre seit 2010 lückenlos und ohne Auffälligkeiten oder Beanstandungen", teilte Sailer mit, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet

Verschärfung des Waffengesetzes? 

Ob es angesichts dieser Tat nun zu einer Verschärfung des Waffengesetztes kommt, ist unklar. Der Landrat des Landkreises Augsburg teilte mit, dass die Rechtsaufsichtsbehörde dafür nicht zuständig sei und es sich um eine rein politische Entscheidung handelt.

Allein in Bayern sind über 200.000 Waffenbesitzer gemeldet. Wie das Gesetzt vorsieht, müssen diese alle drei Jahren von den kreisfreien Städten und Landratsämtern kontrolliert werden. Auffälligkeiten müssen von der Polizei und der Staatsanwaltschaft an die kommunalen Waffen-Behörden gemeldet werden. Dazu zählen etwa: Alkoholsucht, Straftaten oder psychische Erkrankungen.

  • Verwendete Quelle:
  • Nachrichtenagentur dpa
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