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Nach 350 Tagen wieder im FCB-Tor

FC Bayern: Neuer-Comeback gegen Darmstadt

  • Veröffentlicht: 27.10.2023
  • 17:06 Uhr
  • Julius Seibert

Die Rückkehr von FC Bayern-Kapitän Manuel Neuer wird in München sehnsüchtig erwartet. Knapp ein Jahr nach seinem letzten Einsatz für den Rekordmeister und dem monatelangen Ausfall aufgrund eines Skiunfalls wird der 37-Jährige am Samstag wieder gegen Darmstadt im Tor stehen. 

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Das Wichtigste in Kürze

  • Manuel Neuer feiert nach monatelanger Verletzung sein Comeback im FC Bayern-Tor.

  • FC Bayern Trainer Thomas Tuchel lobt Neuer und sieht ihn auf lange Sicht auch wieder im DFB-Tor.

  • Ersatztorhüter Sven Ulreich muss Platz machen, stellt sich aber erneut in den Dienst der Mannschaft.

Vorfreude auf Neuer-Comeback

Noch vor dem Abschlusstraining stellte Thomas Tuchel mit einem Leuchten in den Augen Kapitän Manuel Neuer den sehnsüchtig erwarteten Startelfeinsatz gegen Darmstadt in Aussicht. 350 Tage nach dem Zu-Null-Sieg bei seiner alten Fußball-Liebe FC Schalke 04 soll der 37-jährige Neuer nach seinem schweren Beinbruch sowie einer für Körper und Geist komplizierten Reha am Samstag erstmals wieder im Tor des FC Bayern stehen. 

Neuers Rückkehr wertet das Bundesliga-Heimspiel des Rekordmeisters gegen den Aufsteiger aus Hessen zu einem Top-Event auf. Zumal Tuchel erkennen ließ, wie hart Neuers Kampf in den vergangenen Monaten war, um wieder Leistungssport auf höchstem Niveau betreiben zu können. "Er kann stolz auf sich selber sein, auch die Reha-Abteilung, die Physios, die Ärzte, alle, die da mitgewirkt haben. Ich freue mich riesig für ihn. Es ist beeindruckend, eine tolle Geschichte", schwärmte Tuchel.

An einem erfolgreichen Comeback hegt er keine Zweifel. Der Coach klang vielmehr euphorisch: "Was ich im Training wahrnehme, ist ein komplett neues Level an Torwartspiel. Manu macht jeden Abwehrspieler stärker, jeden Torwartkollegen. Das ist eine eigene Liga."

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Letztes Spiel bei Katar-WM

Auf die Frage, ob Neuer auch noch einmal die Nummer 1 der Nationalmannschaft werde, antwortete Tuchel: "Wenn Manu ab sofort verletzungsfrei bleibt bis zur Europameisterschaft und die jetzt gemachte Lebenserfahrung mitnimmt, werden wir uns die Frage im Mai nicht stellen. Das ist meine Prognose."

Leicht wird das komplette Zurück-in-die Zukunft für Neuer freilich nicht. Am 1. Dezember 2022 hat er zuletzt im Tor gestanden, beim 4:2 gegen Costa Rica, das trotz des Sieges das deutsche Vorrunden-Aus in Katar besiegelte. Damals war auch Neuer nicht auf seinem Top-Niveau. Das wird er aber wieder erreichen müssen, um ins DFB-Tor zurückzukehren - und auch, um seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag verlängert zu bekommen.

Ulreich überzeugt als Neuer-Vertreter

Der Blick geht im Herbst 2023 aber nicht mehr zurück, sondern nach vorn. "Ich bin sicher, dass Manu ganz schnell in Rhythmus kommt", sagte Tuchel. Für die jahrelange Nummer eins muss der treue Platzhalter Sven Ulreich das Tor räumen, obwohl der 35-Jährige gerade in den jüngsten Partien überragend hielt. "Ulle hat als Freund, als Komplize von Manuel Neuer die Leistung gebracht, die er gebracht hat. Die war herausragend gut", lobte Tuchel.

Aber Ulreich erkenne die Hierarchie an, meinte der Trainer. "Natürlich ist es schade, nicht mehr im Tor zu stehen. Aber ich kenne meine Rolle beim FC Bayern", bestätigte der Keeper. Ulreich ist jetzt wieder die Nummer 2. Und "auf lange Sicht", wie Tuchel ankündigte, soll der im Sommer verpflichtete Israeli Daniel Peretz (23) "Herausforderer, Platzhalter und vielleicht auch Nachfolger" von Neuer werden.

LIVE am Freitag, 11:30 Uhr: FC Bayern vor Spiel gegen Darmstadt - Tuchel-Pressetalk

  • Verwendete Quelle:
  • Nachrichtenagentur dpa
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