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Feiertag Mariä Himmelfahrt in Bayern

Komplizierter Feiertag Mariä Himmelfahrt: Hier ist in Bayern frei

  • Veröffentlicht: 14.08.2023
  • 18:18 Uhr

Am 15. August wird in Teilen Bayerns Mariä Himmelfahrt gefeiert. In manchen Kommunen ist der Tag ein Feiertag, in manchen Gemeinden nicht. Womit hängt das zusammen?

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Das Wichtigste in Kürze

  • Mariä Himmelfahrt ist in 1.704 Städten und Gemeinden in Bayern ein Feiertag.

  • Ob der Tag ein Feiertag ist, hängt von dem Anteil der Katholiken einer Kommune ab.

  • Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Mittelfranken fordert einen einheitlichen Feiertag für ganz Bayern.

Bayern feiert Mariä Himmelfahrt

Am 15. August ist Mariä Himmelfahrt 2023. In vielen Teilen Bayerns ist das ein Feiertag. Ob es sich am 15. August um einen normalen Werktag oder einen Feiertag handelt, ist anhängig vom Anteil der Katholiken in der jeweiligen Kommune. Wohnen mehr katholische Menschen als evangelische in einer Gemeinde, gilt Mariä Himmelfahrt als gesetzlicher Feiertag. Wohnen mehr evangelische Anwohner in einer Kommune, so ist der Dienstag ein normaler Werktag.

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Hier ist es kein Feiertag

Bewohner in den fränkischen Städten Nürnberg, Fürth, Erlangen, Bayreuth, Hof und Coburg müssen arbeiten. Läden, Produktionsstädten und Behörden sind dort ganz normal geöffnet.

Auf Basis der Zahlen des Zensus 2011 wird entschieden, ob es sich um ein Werk- oder Feiertag handelt. In 1.704 Städten und Gemeinden ist Maria Himmelfahrt ein Feiertag - in 352 müssen die Menschen arbeiten. 

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Mittelfranken fordert die Angleichung des Feiertags auf ganz Bayern. Diese Umsetzung würde nicht mehr der aktuellen Zeit entsprechen. Dies solle die neue Staatsregierung nach der Landtagswahl umsetzen.

Die Bedeutung von Mariä Himmelfahrt

Aus katholischer Sicht ist Mariä Himmelfahrt äußerst komplex, da in der Bibel nicht explizit genannt wird, wie und wann Maria in den Himmel gelangt sein soll.

Das Hochfest hat sich Ende des vierten Jahrhunderts im heutigen Syrien entwickelt und danach im ganzen Osten verbreitet. Das Fest wird vielfach im Zusammenhang mit dem Glauben an die Auferstehung gedeutet. 

Im Laufe der Zeit haben sich viele Brauchtümer entwickelt, wobei das Binden von Kräuterbuschen mit Getreideähren, Heilkräutern und Blumen am bekanntesten ist. Die Sträuße werden in Gottesdiensten gesegnet. 

  • Verwendete Quelle:
  • Nachrichtenagentur dpa
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