Anzeige
Go von Markus Söder

Nürnberg: Finanzzusage für Ausbau des Frankenschnellwegs 

  • Veröffentlicht: 04.04.2024
  • 15:40 Uhr
  • Sara Ritterbach Ciuró

Video: Redakteurin Sandra Skibbe

Anzeige

Ministerpräsident Markus Söder hat sich hinter dem Ausbau des Frankenschnellwegs gestellt und die Finanzierung zugesagt. Darüber freuen sich aber nicht alle in Nürnberg.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Ausbau des Frankenschnellwegs in Nürnberg ist ein wesentliches Stück weiter gekommen.

  • Nach der Gerichtsentscheidung gibt es nun auch eine Finanzierungszusage von Ministerpräsident Markus Söder.

  • Doch nicht alle freuen sich darüber: Um den Ausbau tobt seit Jahren ein Streit zwischen der Stadt, Naturschutzverbänden und den Anwohnern.

Inhalt

  • Finanzierungszusage von Söder
  • Nürnberger streiten über Ausbau
  • Stadtverwaltung muss zusammenarbeiten

Finanzierungszusage von Söder

Nach der Gerichtsentscheidung, nun auch eine Finanzierungszusage vom Ministerpräsidenten: Die Pläne zum millionenschweren Ausbau des Frankenschnellwegs in Nürnberg kommen aus Sicht der Stadt voran. "Damit sind wir ein wesentliches Stück weiter, was die juristische Sicherheit und was die Förderung durch das Land betrifft", teilte Oberbürgermeister Marcus König (CSU) am Donnerstag mit.

Ministerpräsident Markus Söder hatte sich zuvor hinter den Ausbau der staugeplagten Verkehrsachse in Nürnberg gestellt. In einem Bericht der "Nürnberger Nachrichten/Nürnberger Zeitung" (Donnerstag) kündigte der CSU-Politiker an, der Freistaat werde wie 2012 zugesagt 80 Prozent der Kosten übernehmen. Damals hatte Söder als Finanzminister aber einen Kostendeckel bei maximal 395 Millionen Euro angesetzt. "Den Deckel von damals wird es nicht mehr geben, wir passen das entsprechend an", sagte er.

Anzeige
Anzeige

Nürnberger streiten über Ausbau

Um den Ausbau des Frankenschnellwegs zu einer Art Stadtautobahn ohne Kreuzungen tobt seit Jahren ein erbitterter Streit zwischen Stadt, Naturschutzverbänden und Anwohnern. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in München lehnte nun zwei Klagen gegen das Verkehrsprojekt ab. Der lange Rechtsstreit hatte nach Angaben der Stadt die Kosten für das Millionenvorhaben weiter explodieren lassen: Zuletzt hatte sie rund 700 Millionen Euro dafür veranschlagt.

Als Frankenschnellweg wird der fränkische Teil der Autobahn 73 zwischen Feucht (Landkreis Nürnberger Land) und Suhl in Thüringen bezeichnet. In Nürnberg endet die Autobahn, und der Verkehr muss durch das Stadtgebiet mehrere mit Ampeln geregelte Kreuzungen passieren, was oft zu langen Staus führt.

Stadtverwaltung muss zusammenarbeiten

König erklärte: "Der logische nächste Schritt ist jetzt, dass ich mich – wie angekündigt – mit den großen Fraktionen im Rathaus an einen Tisch setze, denn der Frankenschnellweg ist eine große Chance und gleichzeitig eine echte Herausforderung für die Stadtentwicklung."

Alle beteiligten Stellen der Stadtverwaltung müssten nun effektiv zusammenarbeiten, um Kostenberechnungen wie Umsetzungsplanungen zeitnah fertigzustellen, ergänzte der Fraktionsvorsitzende der CSU im Nürnberger Stadtrat, Andreas Krieglstein. Vor der Sommerpause sollten die Kostenberechnungen mit dem Freistaat abgestimmt werden, um noch in diesem Jahr mit den Arbeiten beginnen zu können.

  • Verwendete Quelle:
  • Nachrichtenagentur dpa
Mehr News und Videos
Bayernsport: Turnen beim TSV Jetzendorf

Bayernsport: Turnen beim TSV Jetzendorf

  • Video
  • 02:47 Min
  • Ab 12

© 2024 Seven.One Entertainment Group