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TIERSKANDAL IN UNTERFRANKEN

 Schlachthof-Skandal in Aschaffenburg: Verstöße waren Behörden lange bekannt

  • Veröffentlicht: 04.01.2024
  • 18:07 Uhr
  • Elena Dersch

Video: Redakteurin Franziska Troger

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Tierschutzverstöße beim Schlachthof Aschaffenburg - neue Details zum Skandal sind jetzt bekannt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. 

Das Wichtigste in Kürze

  • Kontrollbehörden haben beim Schlachthof Aschaffenburg in elf von 36 Kontrollen Tierschutzverstöße festgestellt.

  • So wurden kranke und verletzte Tiere nicht abgesondert, der Stall war teilweise überbelegt und verschimmeltes Futter wurde gefunden.

  • Die Grünen fordern unter anderem mehr Personal für Kontrollen.

Schlachthof Aschaffenburg mit Verstößen

Beim Schlachthof Aschaffenburg haben Kontrollbehörden schon seit mehreren Jahren Tierschutzverstöße festgestellt. Das geht aus einer Anfrage der Grünen-Fraktion im Bayerischen Landtag an die Staatsregierung hervor.

Die Kontrollbehörden stellten seit 2018 bei elf von 36 Kontrollen Verstöße fest. Das geht aus einer Anfrage der Landtags-Grünen an die Staatsregierung hervor. Beispielsweise waren demnach bei einer Kontrolle kranke und verletzte Tiere nicht abgesondert. Zudem sei der Stall teilweise überbelegt und stark verunreinigt gewesen und es fehlte Futter.

Bei einer anderen Kontrolle sei verschimmeltes Futter gefunden worden. Auch Probleme mit den Betäubungsgeräten wurden dem Bericht zufolge bemerkt.

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Grüne fordern mehr Personal

"Wir haben es hier nicht mit einem einfachen Schlachthof-Skandal zu tun. Sondern mit einem kriminellen System, bei dem Regelverstöße zum Arbeitsalltag gehören«, sagte Paul Knoblach, Sprecher für Tierschutz der Landtags-Grünen, laut Mitteilung.

»Der Verbraucherschutzminister kann nicht länger so tun, als wüsste er von nichts. Handeln ist angesagt", so Knoblach. Die Grünen fordern unter anderem mehr Personal für Kontrollen.

Staatsanwaltschaft ermittelt

Die Probleme am Schlachthof Aschaffenburg waren im vergangenen Sommer nach Videoaufnahmen der Tierschutzorganisation "Soko Tierschutz" öffentlich geworden. Die Videos zeigten, wie Beschäftigte Schweine und Rinder mit Elektroschockern traktieren und offensichtlich noch lebende Tiere auseinandernehmen.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt und die Stadt Aschaffenburg kündigte den Pachtvertrag und reichte eine Räumungsklage ein.

Ähnliche Verstöße gegen den Tierschutz wurden auch gegen einen Betrieb im angrenzenden Landkreis Miltenberg erhoben.

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  • Verwendete Quelle:
  • Nachrichtenagentur dpa
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