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1.287 Straftaten in Bayerns Freibädern

Schwimmen in Bayern: So sicher sind die Freibäder

  • Veröffentlicht: 18.07.2023
  • 17:53 Uhr

Weniger Straftaten in Bayern als vor der Pandemie - 2022 gab es insgesamt 1.287 Straftaten im Freistaat. Bayerns Innenminister schlägt einen freien Eintritt für Polizisten vor.

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Das Wichtigste in Kürze

  • 2022 gab es in Bayerns Freibädern insgesamt 1.287 Straftaten.

  • Diebstähle belegen dabei den ersten Platz.

  • Bayerns Innenminister schlägt einen freien Eintritt für Polizisten vor.

Straftaten in Freibädern

Weniger Straftaten als vor der Corona-Pandemie - in Bayerns Freibädern kam es im letzten Jahr zu deutlich weniger Straftaten als vor der Pandemie. Laut der Polizeistatistik in Bayern wurden 2022 insgesamt 1.287 Straftaten an Badestränden, Freibadplätzen und in Badeanstalten registriert. Das hat das bayerische Landeskriminalamt (LKA) in München mitgeteilt.

Im Jahr 2029 vor Beginn der Pandemie hatte die Zahl bei 1.636 gelegen. 2018 waren es 1.526 Fälle. Aufgrund der Corona-Einschränkungen sind die Jahre 2020 (956 Fälle) und 2021 (671) kaum mit den anderen Jahren vergleichbar.

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Diebstähle auf Platz eins

Die weitaus größte Zahl dieser Straftaten machten 2022 mit 422 Fällen Diebstähle aus, gefolgt von "Rohheitsdelikten und Straftaten gegen die persönliche Freiheit" (196 Fälle). Im Jahr 2018 hatte es - bei größerer Gesamtzahl der Straftaten - nur 167 Fälle gegeben.

Auch der Anteil von Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung stieg. 171 Fälle waren es 2022 - im Vergleich zu 162 im Jahr 2019 und 143 im Jahr 2018. Zahlen für das laufende Jahr liegen nach LKA-Angaben noch nicht vor.

Situation in Berlin ist anders

In letzter Zeit hatten Fälle von Gewalt in Berliner Freibädern bundesweit Schlagzeilen gemacht. Anfang Juli war es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen in Freibädern in Neukölln und Kreuzberg gekommen. Das Columbiabad in Neukölln wurde zum wiederholten Mal geräumt.

"Die Situation in Bayern ist nach allen Zahlen, die ich sehe, überhaupt nicht mit der Situation in Berlin vergleichbar", sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) dem Radiosender Antenne Bayern. Es gebe zwar immer mal wieder auch körperliche Auseinandersetzungen und Schlägereien in bayerischen Bädern. "Da muss dann eben sofort die Polizei gerufen werden."

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Freier Eintritt für Polizisten?

Innenminister Joachim Herrmann fordert freien Eintritt für Polizistinnen und Polizisten in Freibädern. Herrmann will dort so für mehr Sicherheit sorgen. Die Beamten müssten sich dann am Eingang registrieren lassen.

"Man kriegt es ja manchmal in einem großen Freibad gar nicht mit, ob am anderen Ende irgendwas passiert. Die Polizeibeamten vor Ort können schnell alarmiert werden. Das ist dann schon ein Sicherheitsgewinn", so Herrmann.

  • Verwendete Quelle:
  • Nachrichtenagentur dpa
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