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Wahlkampf der CSU

Scharfe Kritik: Söder reagiert auf Aiwanger-Rede

  • Veröffentlicht: 19.06.2023
  • 16:40 Uhr

Debatte um Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger nach der Kundgebung in Erding - welche Folgen haben die umstrittenen Worte für die Landtagswahl im Oktober? CSU-Chef Markus Söder hofft auf eine Wählerwanderung zur eigenen Partei.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Kritik an umstrittenen Worten von Freie Wähler-Chef Hubert Aiwanger.

  • CSU-Chef Markus Söder hofft auf Wähler-Wanderung zur CSU.

  • Beim Wahlkampf der CSU gehe es aber nach Söder um die eigene Partei.

Söder hofft auf Wähler-Wanderung zur CSU

CSU-Chef Markus Söder hofft auf eine Wählerwanderung zur CSU - nach der umstrittenen Rede von Freie-Wähler-Chef und Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger bei einer Demonstration in Erding hat Söder gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ein klares Statement abgegeben. "Wenn die Freien Wähler den Platz der Mitte verändern wollen, wenn sie sich in eine neue Richtung aufmachen, dann ist es ihre Entscheidung. Wir bleiben bei unserem Kurs als Liberale, als konservative Kraft der bürgerlichen Mitte." Söder läd alle Wählerinnen und Wähler dazu ein, die Mitte zu stärken - vor allem diejenigen, die sich dann woanders vielleicht nicht mehr wohlfühlen oder nicht mehr so aufgehoben fühlen."

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Wahlkampf der CSU

Bei dem Wahlkampf gehe es laut Söder aber nur um die eigene Partei und nicht um die Freien Wähler. "Wir sind eine eigenständige Partei. Das war schon immer so. Es gibt auch keine Koalitionswahlkämpfe. Natürlich ist man auch Wettbewerber vor Ort." Laut dem CSU-Chef könne es aber nun sein, dass es viele Leute bei den Freien Wähler gebe, die sich vielleicht jetzt doch mehr für die CSU interessieren.

Wenn es um die Koalition mit den Freien Wählern geht, betonte Söder jedoch ausdrücklich, diese wenn möglich auch nach der Wahl im Oktober fortsetzen zu wollen.

Mit Blick auf den Wahlkampf forderte Söder von der CSU maximalen Einsatz rund um die Uhr: "Keine vier Tage Woche für die CSU, sondern eher eine Acht-Tage-Woche müsste es fast sein. Das wird jetzt ein Marathon im Sprint." Er selbst habe seit Januar bislang 350 Termine mit Außenkontakten gemacht, dabei habe er rund 375 000 Menschen mehr oder weniger direkt erreicht. "Bis Ende des Wahlkampfs werden es sogar 110 Bierzelte sein, allein heute wieder zwei."

Söder spricht von "Höcke-Sekte"

Bei einer Demonstration gegen die Heizungspläne der Bundesregierung brachte Aiwanger jüngst vor 13.000 Menschen zum Ausdruck, dass die Bürgerinnen und Bürger sich die "Demokratie zurückholen". Für diesen Satz, der an bekannte AfD-Wortwahl erinnerte, war er parteiübergreifend und auch von einigen Staatsministern scharf kritisiert worden. Die CSU hatte Aiwanger ebenfalls dafür gerügt, öffentlich und auch intern in einer Kabinettssitzung. 

Söder betonte, es sei für ihn bei der Kundgebung in Erding wichtig gewesen, Klartext zu sprechen, aber zugleich eine klare Abgrenzung zur AfD zu erreichen. "Die AfD ist nicht nur einfach Protest. Die AfD hat einen Plan, und zwar einen Plan für ein anderes Deutschland. Und die bayerische AfD, das muss jedem klar sein, ist Teil der nationalen Höcke-Sekte", so Söder.

  • Verwendete Quelle:
  • Nachrichtenagentur dpa
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