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Schlachthof-Skandal in Unterfranken

Tierskandal: Räumungsklage gegen Schlachthofbetreiber 

  • Veröffentlicht: 29.11.2023
  • 15:27 Uhr
  • Nicole Sauer

Die Stadt Aschaffenburg hat eine Räumungsklage gegen den örtlichen Schlachthofbetreiber eingereicht, nachdem dieser die gesetzte Frist zur Räumung verstreichen ließ. Hintergrund der Kündigung sind schwere Tierrechtsverstöße.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Stadt Aschaffenburg hat eine Räumungsklage gegen den Betreiber des örtlichen Schlachthofs eingereicht.

  • Grund der Klage war eine Räumungsfrist zum 15. Oktober, welche vom Schlachthof nicht fristgerecht eingehalten wurde.

  • Hintergrund der Kündigung sind den Angaben zufolge Ermittlungen wegen schwerwiegender Tierrechtsverstöße in dem Schlachthof.

Klage gegen Schlachthof

Die Stadt Aschaffenburg hat eine Räumungsklage gegen den Betreiber des örtlichen Schlachthofs eingereicht. Die Klage sei in der vergangenen Woche an das Landgericht gegeben worden, teilte eine Sprecherin der Stadt am Mittwoch mit. Zuvor hatte der Bayerische Rundfunk berichtet.

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Betreiber ignoriert Räumungsfrist

Die Verwaltung geht demnach von einem langwierigen Verfahren aus. Zunächst werde der Schriftsatz nun der Gegenseite für eine Stellungnahme zugesandt. Die Stadt hatte den Pachtvertrag mit dem Schlachthof gekündigt und eine Frist zur Räumung bis zum 15. Oktober gesetzt. Da der Betreiber diese Frist laut Stadt verstreichen ließ, folgte nun die zuvor angekündigte Klage. Der Betreiber war für eine Stellungnahme zunächst nicht für die Nachrichtenagentur dpa zu erreichen.

Hintergründe der Kündigung

Hintergrund der Kündigung sind den Angaben zufolge Ermittlungen wegen schwerwiegender Tierrechtsverstöße in dem Schlachthof. Die Tierschutzorganisation "Soko Tierschutz" hatte im Sommer bestürzende Videoaufnahmen veröffentlicht. Diese zeigten, wie Beschäftigte Schweine und Rinder mit Elektroschockern traktieren und offensichtlich noch lebende Tiere auseinandernehmen. Eine Amtsveterinärin soll den Schlachthof vor Kontrollen gewarnt haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen mehr als zehn Verdächtige.

  • Verwendete Quelle:
  • Nachrichtenagentur dpa
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