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Heuschnupfen, Neurodermitis & Co.

Allergien: So erkennst du die Symptome

Du musst im Frühling oft niesen und deine Augen brennen? Wir klären, welche Symptome auf eine Allergie schließen lassen.
Du musst im Frühling oft niesen und deine Augen brennen? Wir klären, welche Symptome auf eine Allergie schließen lassen. © Adobe Stock

Jede vierte Person in Deutschland leidet an einer oder mehreren Allergien. Die Symptome hängen von der Art und der Ausprägung der Krankheit ab und reichen von einer laufenden Nase über Hautausschläge bis hin zu einem anaphylaktischen Schock. Obwohl Allergie-Symptome die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen und sogar lebensbedrohlich sein können, werden sie von vielen Menschen unterschätzt. Nur etwa 10 Prozent der Betroffenen erhalten eine angemessene medizinische Behandlung. Erfahre, welche Symptome auf eine allergische Reaktion hindeuten.

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Allergien: Symptome bei Heuschnupfen & Co.

Die Allergie-Symptome bei Heuschnupfen, Tierhaar-, Hausstaub- und Milbenallergien sind ähnlich: Der Körper reagiert auf das Allergen meist mit juckenden Augen, dann schwellen die Nasenschleimhäute an. Betroffene leiden unter Niesen und Schnupfen mit durchsichtigem Ausfluss - bei starken Allergien kann zudem ein allergisches Asthma auftreten. Die Allergie-Symptome treten immer dann auf, wenn der Körper mit dem Allergen in Kontakt kommt. Bei Menschen mit Heuschnupfen sind die Beschwerden auf die Zeit des Pollenflugs begrenzt - bei Hausstaub- und Milbenallergiker:innen treten sie in der Regel ganzjährig und überwiegend nachts auf. Tierhaar-, Hausstaub- und Milbenallergiker:innen leiden zudem häufig unter allergischen Ekzemen mit Quaddelbildung.

Wusstest du eigentlich, dass auch Heuschnupfen bei Hunden auftreten kann. 

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Allergie oder Schnupfen? Welche Symptome Anzeichen geben, klären wir im Video 

Allergien: Symptome bei Nahrungsmittelallergien

Die Allergie-Symptome bei Nahrungsmittelallergien betreffen den Verdauungstrakt und die Haut. Werden unverträgliche Nahrungsmittel gegessen, äußert sich dies zunächst in einem juckenden, geschwollenen Mundbereich, gefolgt von Durchfall und Erbrechen. Die Beschwerden können mitunter erst Tage später auftreten. Auch allergische Reaktionen der Haut wie Trockenheit und Juckreiz, Ausschläge und Quaddeln können den Betroffenen zu schaffen machen.

Menschen, die an Heuschnupfen leiden, können auch auf bestimmte Lebensmittel allergisch reagieren. In diesem Fall sprechen Expert:innen von einer Kreuzallergie. Diese entsteht, wenn das Immunsystem des Körpers aufgrund einer Sensibilisierung gegenüber einem bestimmten Allergen wie Pollen eine allergische Reaktion auf ein strukturell ähnliches Allergen auslöst. Zum Beispiel können Menschen, die eine Birkenpollenallergie haben, eine allergische Reaktion bekommen, wenn sie Lebensmittel konsumieren, die ähnliche Proteine enthalten. Dazu gehören zum Beispiel Äpfel, Haselnüsse oder Karotten.

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Allergien: Symptome bei Neurodermitis, Sonnen- und Kontaktallergien

Neurodermitis, Sonnenallergie und Kontaktallergien, zum Beispiel eine Nickelallergie, betreffen in erster Linie die Haut: Allergiker:innen leiden oft unter Trockenheit, Juckreiz und Brennen. Kratzen sich die Betroffenen und beschädigen dabei die Haut, können die allergenen Reize noch leichter auf den Organismus einwirken. Ausschläge und Nesselsucht, die mitunter große Teile des Körpers bedecken, sind die Folge.

Finde in unserem Artikel heraus, wie du mit einfachen Maßnahmen einer Sonnenallergie vorbeugen kannst. 

Hautausschläge und Nesselsucht können Symptome einer Allergie sein. Wir erklären, wie du sie erkennst.
Hautausschläge und Nesselsucht können Symptome einer Allergie sein. Wir erklären, wie du sie erkennst. © Adobe Stock

Notfallsituation: Anaphylaktischer Schock

Im schlimmsten Fall kann eine allergische Reaktion zu einem anaphylaktischen Schock führen. Die sogenannte Anaphylaxie ist eine lebensbedrohliche Akutreaktion des Immunsystems, die den ganzen Körper betrifft. Der anaphylaktische Schock stellt dabei die schwerste Form dar. Dabei kommt es zu einem Kreislaufzusammenbruch, was aufgrund der Unterversorgung mit Blut wiederum zu einem Multiorganversagen führen kann. Eine Schwellung des Kehlkopfes und damit der Verschluss der Atemwege ist eine weitere mögliche anaphylaktische Reaktion. Bei einer leichteren Ausprägung können Hautausschlag oder Juckreiz auftreten. Eine anaphylaktische Reaktion kann in jeder Stufe zum Stillstand kommen oder bis zum anaphylaktischen Schock fortschreiten.

Bei einem anaphylaktischen Schock läuft dasselbe ab wie bei jeder anderen allergischen Reaktion, nur in besonders ausgeprägter Form. Nachdem der Körper durch den ersten Kontakt mit dem entsprechenden Allergen sensibilisiert wurde, kommt es bei einer erneuten Begegnung zu einer sofortigen Reaktion und zur Freisetzung des Botenstoffs Histamin. Da bei einem anaphylaktischen Schock sehr viel Histamin freigesetzt wird, kommt es zu den oben genannten lebensbedrohlichen Folgen.

Besonders gefährdet sind Menschen mit Nahrungsmittel-, Arzneimittel- oder Insektengiftallergien. Anzeichen für eine schwere allergische Reaktion können Kopfschmerzen, Kribbeln an Handflächen und Fußsohlen, Übelkeit, Schwindel und Schweißausbrüche sein. Ein anaphylaktischer Schock ist immer ein ärztlicher Notfall. Rufe bei einem Verdacht auf Anaphylaxie sofort den Rettungsdienst. 

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