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Und immer höher und höher und höher und ...

Ich hör wohl nicht richtig: Faszinierend – die unendliche Tonleiter

  • Veröffentlicht: 15.10.2015
  • 16:37 Uhr
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© Fotolia_Kirsty-Pargeter

Aus wie vielen Tönen besteht eine Tonleiter? Fünf? Sieben? Nein, unendlich vielen – dieser Eindruck entsteht zumindest, wenn ihr euch diesen Soundschnipsel anhört. Probiert es einfach selber aus. 

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#Gleiche Tonspur, andere Tonleiter

Nach zwölf Sekunden ist der Clip bereits vorbei. Alles, was man hört sind einige aufsteigende Geräusche vom Keyboard. Eine ganz gewöhnliche Tonleiter, müsste man meinen. Spielt man die Audiospur aber nochmal ab, scheint irgendetwas nicht zu stimmen. Die Töne klingen höher, die Tonleiter scheint immer weiter zu steigen – und das mit jedem erneuten Abspielen. Wie kann das denn sein?

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#So funktioniert die akustische Täuschung

Natürlich hören wir immer dieselben Töne. Erzeugt wird der Effekt einer fortwährend steigenden Tonleiter durch die Überlagerung von Oktaven, also den Bereich von jeweils acht Tönen. Das menschliche Gehör ist nicht imstande dieses Soundchaos zu ordnen. Unser Gehirn versucht dabei wieder automatisch Ordnung zu schaffen, indem es uns, gemäß der Hörerwartungen, vorgaukelt, dass die Tonleiter weiter steigt.

#Geschulte Ohren erkennen den Bluff schneller

Personen, die entweder selbst Musizieren oder ein ausgeprägtes Musikverständnis haben, werden jedoch spätestens nach der dritten oder vierten Wiederholung den Effekt nicht mehr hören. Ihr wollt wissen, ob ihr zu diesen Menschen gehört? Dann macht doch den Selbsttest. Hier die scheinbar längste Tonleiter der Welt:

Angeber-Fact: Der Effekt basiert auf der sogenannten Shepard-Tonleiter – eine akustische Illusion einer unendlich steigenden Tonleiter, die 1964 vom Psychologen Roger Shepard vorgestellt wurde. 

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