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Oleander richtig pflegen

Oleander schneiden, überwintern und vermehren

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Der Oleander verbreitet nicht nur mediterranes Flair im Garten oder auf dem Balkon, er ist auch vielseitig einsetzbar. Als Oleanderbaum, Busch oder Hecke haben Sie lange Freude an der immergrünen Pflanze. Damit sich diese aber auch in den hiesigen Breiten rundum wohlfühlt, sollten Sie beim Gießen, Schneiden, Überwintern und Vermehren einiges beachten.

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Einen sonnigen Standort wählen

Oleander gedeiht in den hiesigen Breiten am besten in einem Kübel. So kann er auch problemlos in sein Winterquartier umziehen.
Oleander gedeiht in den hiesigen Breiten am besten in einem Kübel. So kann er auch problemlos in sein Winterquartier umziehen.© Fotolia

Von der Qualität des Standortes ist auch seine Blüte abhängig. Die Blütezeit der weiß bis hellgelb und rot gefärbten Blüten erstreckt sich von Mitte Juni bis in den September hinein. Da die meisten Sorten des Oleanders drinnen überwintern müssen, sollten Sie diese am besten gleich in einen Kübel pflanzen.

Oleander braucht viel Wasser

Wie viel Wasser der Oleander benötigt, ist vom Klima und der Jahreszeit abhängig. Im Sommer hat die Pflanze einen sehr hohen Wasserbedarf. Gießen Sie sie in der wärmsten Jahreszeit daher gern dreimal täglich, damit sie nicht vertrocknet. Im Winter hingegen brauchen Sie den Oleander nur zu gießen, wenn seine Wurzelballen trocken sind.

Dabei gibt es eine Besonderheit: Gießen Sie den Oleander nicht mit Regenwasser – das nämlich führt dazu, dass die Erde sauer wird und die Pflanze Mangelerscheinungen erleidet. In diesem Fall ist Leitungswasser die bessere Lösung. Wenn Sie es vorwärmen, können Sie die Blüte im Frühjahr etwas vorziehen. Stellen Sie den Topf am besten auf einen Untersetzer.

Oleander zurückschneiden: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Damit der Oleander viele Blüten trägt, ist jedes Frühjahr ein Rückschnitt ratsam. Denken Sie dabei jedoch unbedingt an Gartenhandschuhe.
Damit der Oleander viele Blüten trägt, ist jedes Frühjahr ein Rückschnitt ratsam. Denken Sie dabei jedoch unbedingt an Gartenhandschuhe.© Pixabay

In Form schneiden

Schneiden Sie für den jährlichen Formschnitt etwa ein Drittel der Triebe bodennah ab, sodass diese eine Länge von lediglich noch 10 bis 15 Zentimetern haben. Tipp: Nach der Blüte den Oleander lieber nicht schneiden. An den Spitzen der Blütenstände befinden sich nämlich schon die Anlagen für die Blüten des kommenden Jahres.

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Düngen nicht vergessen

Sind Sie schon mal dabei, können Sie den Oleander auch gleich mit Dünger versorgen. Als Starkzehrer hat er nämlich einen besonders hohen Nährstoffbedarf. Tipp: Arbeiten Sie am besten einen Langzeitdünger direkt in die Erde ein. Alternativ können Sie den Oleander aber auch von März bis Anfang September wöchentlich mit Kübelpflanzendünger versorgen. Stellen Sie dann die zusätzliche Nährstoffversorgung jedoch zunächst ein. Nur so hört der Oleander auf zu wachsen und bildet verholzte Triebe, die ihn in der kalten Jahreszeit vor Frost schützen.

Pflegeanleitung fürs Überwintern

Zum Überwintern eignet sich unter anderem ein Wintergarten. Doch Achtung: Dieser darf nicht beheizt sein.
Zum Überwintern eignet sich unter anderem ein Wintergarten. Doch Achtung: Dieser darf nicht beheizt sein.© Fotolia

Je später Sie die Pflanze zum Überwintern reinholen, desto robuster wird sie auch. Wie auch von Frühjahr bis Herbst an der frischen Luft mag der Oleander einen hellen Platz als Winterquartier. Dazu eignet sich zum Beispiel ein unbeheiztes Gewächshaus oder ein kühler Wintergarten. Notfalls tut es aber auch ein kalter Keller. Fürs Überwintern gilt: Je dunkler der Raum, desto niedriger die benötigte Temperatur. Zwei bis zehn Grad sind dabei ideal für den Wintergast. Untersuchen Sie den Oleander aber einmal wöchentlich auf Schädlinge wie Läuse. Auch Krankheiten wie Pilzbefall können beim Überwintern auftreten.

Tipp: Schneiden Sie den Oleander vor dem Umzug in Garage, Wintergarten oder Keller nicht, auch wenn das aus Platzgründen sinnvoll erscheint. Die Pflanze würde austreiben und die Winterruhe stören.

Umtopfen und vermehren

Oleander lässt sich über Samen oder Stecklinge vermehren, wobei die erste Variante meist nur Züchtern vorbehalten ist. Um Stecklinge zu ziehen, bietet sich der Sommer an. Schneiden Sie mit einem scharfen Messer junge Triebspitzen von der Pflanze ab. Wichtig: Sie sollten keine Knospen oder Blüten enthalten. Entfernen Sie nun die unteren Blätter. Und stellen Sie den Steckling in ein Glas Wasser – am besten an einen hellen Platz ohne direkte Sonne. Nach ein paar Wochen können Sie sich über die ersten Wurzeln freuen. Haben sich ausreichend Wurzeln gebildet, pflanzen Sie den Ableger in einen Topf. Jährliches Umtopfen ist bei Jungpflanzen obligatorisch. Später genügt es, wenn Sie den Oleander alle paar Jahre umtopfen.

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Fazit: Auch in hiesigen Breiten kann der sonnenverwöhnte Oleander Fuß fassen. Mit dem richtigen Standort, einem jährlichen Schnitt und Platz zum Überwintern werden Sie lange Freude an der mediterranen Pflanze haben und sich so Bilder vom Süden in den heimischen Garten zaubern.

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