Die Zahl der Einbrüche ist weiterhin auf Rekordniveau. Dabei gehen die Täter immer professioneller vor. Die Angst ist vor Einbrechern ist also nicht unbegründet. Sei es wegen der verlorenen Wertgegenstände oder einfach nur dem Gefühl, dass jemand Fremdes in der eigenen Wohnung war. Wie können Sie sich schützen? Wie sollten Sie reagieren, wenn Sie einen Einbrecher erwischen? Und wie fördert der Staat sogar den persönlichen Einbruchschutz?

Dass man sich davor schützen kann, zeigt die Erfahrung der Polizei: Über ein Drittel der Einbrüche bleibt im Versuch stecken, nicht zuletzt wegen sicherungstechnischer Einrichtungen. Aber auch durch richtiges Verhalten und durch aufmerksame Nachbarn werden Einbrüche verhindert.

Die sechs goldenen Verhaltensregeln

  1. Wenn Sie Ihr Haus verlassen – auch nur für kurze Zeit – schließen Sie unbedingt Ihre Haustür ab!
  2. Verschließen Sie immer Fenster, Balkon- und Terrassentüren. Denken Sie daran: Gekippte Fenster sind offene Fenster!
  3. Verstecken Sie Ihren Schlüssel niemals draußen. Einbrecher finden jedes Versteck!
  4. Wenn Sie Ihren Schlüssel verlieren, wechseln Sie den Schließzylinder aus!
  5. Achten Sie auf Fremde in Ihrer Wohnanlage oder auf dem Nachbargrundstück!
  6. Geben Sie keine Hinweise auf Ihre Abwesenheit!
Einbruch-Schutz_150x250_dpa

An oberster Stelle Ihrer Planungen für Einbruchschutzmaßnahmen sollten mechanische Sicherungen stehen. Weit über ein Drittel aller Einbrüche bleiben im Versuchsstadium stecken, weil vorhandene Sicherungsmaßnahmen an Türen und Fenstern durch die Diebe nicht schnell genug überwunden werden können.

Folgende Schutzmaßnahmen gibt es beispielsweise:

  • Einbruchshemmende Wohnungs- und Haustüren
  • Einbruchshemmende Fenster und Fenstertüren
  • Alarmanlage und Beleuchtung

Wichtig: Sicherungen können ihren Zweck nur dann erfüllen, wenn sie fachgerecht eingebaut werden. Bei den (Kriminal-) Polizeilichen Beratungsstellen bekommen Sie Nachweise über
Errichterunternehmen von mechanischen Sicherungseinrichtungen.

Einbruchschutz durch Nachbarschaftshilfe

Einbruch-Nachbar_250x150_dpa

Die Polizei kann nicht überall sein, um Straftaten zu verhindern. Doch Nachbarn, die einander helfen, gibt es fast immer. Pfl egen Sie den Kontakt zu Ihren Nachbarn – für mehr Lebensqualität und Sicherheit. Warten Sie nicht auf die anderen, tun Sie den ersten Schritt. Sprechen Sie die Bewohner Ihres Hauses oder Ihrer Nachbarhäuser an. Veranstalten Sie ein Treffen und tauschen Sie untereinander Rufnummern aus. Denn: In einer aufmerksamen Nachbarschaft haben Einbrecher, Diebe und Betrüger kaum eine Chance.

Was tun wenn Sie einen Einbrecher erwischen?

Vorsicht! Einbrecher wollen nicht entdeckt werden und vermeiden nach Möglichkeit jede Konfrontation. Wenn Sie einen Einbrecher bemerken: Stellen Sie sich ihm keinesfalls
in den Weg! Spielen Sie nicht den Helden, denn das könnte schlimm für Sie ausgehen. Verständigen Sie stattdessen sofort die Polizei und geben Sie ihr eine möglichst gute
Beschreibung des Täters und seines eventuell eingesetzten Fluchtfahrzeugs.

Staatliche Förderung von Einbruchsschutz

Wussten Sie, dass Sie über die KFW-Bank Zuschüsse oder besonders günstige Kredite zum Einbau von Einbruchschutzmaßnahmen beantragen können? Alle Infos dazu finden Sie auf der zugehörigen Webseite.

Viele weitere Tipps zum Einbruchschutz, den technischen Möglichkeiten und zum Schutz Ihrer Wertsachen und Ihres Grundstückes finden Sie in dieser Broschüre der Polizei.