Bereits der römische Feldherr Marcus Antonius und seine Geliebte Kleopatra sollen mit einer Lagerstadt und einem Sonnenzelt ausgestatteten Wagen zum Mittelmeer gefahren sein. Erste „touristische Reisewagen“ wurden allerdings erst seit Ende des 19. Jahrhunderts und erstmals in Großbritannien gefertigt, damals aber noch von Pferden gezogen. Im Jahr 1931 entwickelte der Peitschen- und Skistockhersteller Arist Dethleffs den ersten deutschen Wohnwagen, das sogenannte Wohnauto, dessen Jungfernfahrt bereits im Jahr 1932 stattfand. Diese war so erfolgreich, dass der Wohnwagen noch im selben Jahr auf Bestellung gebaut wurde. Nur kurzzeitig pausierte der gerade auflebende Wohnwagenbau dann aufgrund des zweiten Weltkrieges, kam aber bereits 1948 wieder voll in Gang. Heute beschäftigt das ehemalige Ein-Mann-Geschäft mehr als 660 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Umsatz von über 270 Millionen Euro.

Hättest du es gewusst? Die meisten Wohnwagen und Reisemobile in Europa gibt es in Schweden. Hier kommen auf 10.000 Einwohner 294 Wohnwagen und knapp 50 Reisemobile. Die Niederlande belegen im Vergleich nur Platz 2, gefolgt von den Dänen auf Platz drei. Deutschland wurde gemeinsam mit Finnland auf den siebten Rang verwiesen.