Bulimie ist eine psychische Störung, aus der Betroffene ohne geeignete Therapie meist nicht selbst herausfinden. Bulimie ist die Sucht mit der höchsten Sterblichkeitsrate. Doch nur selten werden Bulimie-Kranke von ihrem Umfeld als krank oder zu dünn wahrgenommen. Die Krankheit lässt sich von Betroffenen häufig gut geheim halten. Die Folgen der Ess-Brechsucht sind fatal: die Muskulatur baut ab, Magensäure zerstört das Gebiss, Haarausfall, Konzentrationsstörungen, Nierenschäden, Flüssigkeitseinlagerungen bis hin zu ernsten, teils lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen. Nach einer repräsentativen Studie leiden 0,3 % der Frauen und 0,1 % der Männer in Deutschland unter Bulimie. Generell sind Frauen 10-mal häufiger von Essstörungen betroffen als Männer. Das durchschnittliche Alter bei Beginn einer Bulimie liegt zwischen 16 und 18 Jahre. Die Sucht tritt häufiger bei Jugendlichen auf, die in der Kindheit starken familiären Konflikten ausgesetzt waren.

Hättest du es gewusst? Das Wort Bulimie stammt aus dem Griechischen und bedeutet im übertragenen Sinn "Ochsenhunger". „Bous" (Ochse) und "limos" (Hunger).