Bundesweit sind 11,4 Millionen Kinder und Jugendliche schulpflichtig. 250.000 deutsche Schüler müssen pro Jahr eine Klasse wiederholen, weil sie den Leistungsansprüchen der jeweiligen Klassenstufe nicht entsprechen. 200.000 weiteren Kindern und Jugendlichen wird jährlich ein Schulwechsel oder sogar ein Schulabbruch empfohlen. Statistisch gesehen bleiben die meisten Schüler in Realschulen sitzen: Die Quote der Sitzenbleiber liegt dort bei 5%. In Hauptschulen drehen 3,9% der Schüler eine Ehrenrunde, an Gymnasien wiederholen 2,8% der Schüler eine Klasse. An Grundschulen liegt die Wiederholungsquote bei 1,3%, jedoch wurden im vergangenen Einschulungsjahr 10% der Kinder um ein Jahr zurückgestellt und dürfen erst in diesem Jahr die erste Klasse besuchen. Folglich leiden zur Zeugniszeit tausende Schüler in Deutschland unter Leistungsdruck, Überforderung und Angst vor schlechten Noten und den daraus resultierenden Konsequenzen. Zu den Halb- und Ganzjahreszeugnissen verstärken die Städte und Kommunen in Deutschland daher die schulpsychologischen Dienste und die Seelsorge-Telefone, um sowohl Schülern als auch Eltern beratend zur Seite zu stehen. Unter www.schulpsychologie.de finden Sie Adressen und Telefonnummern von Beratungsstellen in Ihrer Nähe.

Hättest Du es gewusst? Forscher stellten fest, dass Teenager mit schlechten Abschlussnoten dreimal häufiger Selbstmord begehen als Schüler, die gute Noten hatten. Suizid ist die zweithäufigste Todesursache bei Kindern und Jugendlichen.