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Staffel 1 Episode 169: Tourette-Alarm

Die Polizisten folgen dem Notruf eines Buchhändlers, der Hilfe bei einem Konflikt zwischen zwei Kunden braucht...
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Das Tourette-Syndrom ist eine neuropsychiatrische Erkrankung, die sich durch auffällige Tics auszeichnet. Die Tics äußern sich als unwillkürliche, meist plötzlich erscheinende und heftige Bewegungen, die immer wieder in gleicher Weise oft serienartig ausgeführt werden. Viele Patienten sind unter anderem auch von einem nicht unterdrückbaren Zwang zum Fluchen betroffen, was die extreme Auffälligkeit, die diese Erkrankung mit sich bringt, noch steigert. Nach Schätzungen soll es mindestens 40.000 Tourette-Betroffene in Deutschland geben. Das Tourette-Syndrom bildet sich meist erst ab dem 7. Lebensjahr aus, wobei sich die Symptome in der Pubertät besonders stark entwickeln. Bei vielen Betroffenen bleibt die auffällige Symptomatik ein Leben lang bestehen. Manchmal kann aber ab dem 25. Lebensjahr eine Rückbildung des Tourette-Syndroms beobachtet werden. Die Erkrankung betrifft Männer dreimal so häufig wie Frauen. Das Tourette Syndrom wurde nach dem französischen Arzt Georges Gilles de la Tourette benannt, der die Symptomatik erstmals um 1885 wissenschaftlich beschrieb.

Hättest du es gewusst? Der Rapper Eminem erklärte 2001 in einem Spiegel-Interview seinen Hang zum Fluchen mit dem Tourette-Syndrom. Zudem wird vermutet, dass der römische Kaiser Claudius, Zar Peter der Große, Mozart und Napoleon auch von dieser Erkrankung betroffen gewesen sein sollen.