Von einem Superfood spricht man, wenn das Nahrungsmittel eine große Menge an bestimmten Nährstoffen enthält und dadurch gesundheitsfördernde Eigenschaften mit sich bringt. Der Konsum soll das Wohlbefinden steigern und den Körper schlank und schön machen.
Superfood stärkt das Immunsystem und soll sogar das Risiko für Krankheiten wie Krebs, Diabetes oder Alzheimer verringern.
Grund dafür sind die Inhaltsstoffe. Nährstoffe wie Eiweiß, Vitamine, Proteine, Mineralien oder Fettsäuren sollen in großen Mengen im Superfood enthalten sein, wodurch die Lebensmittel als besonders nahrhaft gelten. Da sie naturbelassen konsumiert werden und aus biologischem Anbau stammen, sind vor allem Menschen, die gesünder leben wollen, auf diese Nahrungsmittel aufmerksam geworden. Kein Wunder also, dass die Lebensmittelindustrie verstärkt für Produkte wirbt, die eine Super-Zutat enthalten. Der Konsum von Superfood ist zum Trend geworden. Uns wird vermittelt: Wer diese Lebensmittel isst, wird fit, schön und schlank!

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Heute sind Superfood-Produkte nahezu überall und in allen Variationen erhältlich. Eins haben alle gemeinsam: Sie sind teuer. Wer Açai-Beeren, Avocados, Moringa-Blätter und so weiter einkauft, muss hohe Preise in Kauf nehmen.
Grund dafür ist unter anderen die Herkunft. Wie die exotischen Namen vermuten lassen, stammen die Naturprodukte oftmals aus Süd- und Mittelamerika und müssen importiert werden. Es gibt allerdings auch heimisches Superfood, beispielsweise Spinat, Leinsamen und Heidelbeeren.

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Ob die Lebensmittel ihren Preis wirklich wert sind, ist dennoch unklar. Studien zufolge kann der Konsum zwar positive Effekte haben, trotzdem ist Superfood kein Wundermittel. Die Produkte können im Rahmen eines gesunden Lebensstils die Gesundheit fördern, allerdings nur als Teil einer ausgewogenen Ernährung.
Also: Superfood ist prinzipiell gut für den Körper. Dabei müssen die gesunden Lebensmittel aber nicht unbedingt von weither importiert werden. Wer sich gesunder und gleichzeitig umweltbewusst ernähren möchte, sollte daher auf regionales Superfood setzen.

Hier stellen wir euch drei exotische und die dazu passenden regionalen Superfoods vor:

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Superfood: Chia-Samen

Das wohl bekannteste Superfood wurde bereits von den Maya verwendet und soll eine stärkende Wirkung haben. Chia-Samen enthalten viele Proteine und sind der perfekte Eiweiß-Lieferant für Vegetarier und Veganer.

Superfood-Alternative: Leinsamen

Als regionale Variante bietet sich Leinsamen an, die ebenfalls viel Calcium und Eiweiß enthalten.

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Superfood: Açai-Beeren

Diese aus dem Regenwald stammende schwarze Beere wird in unseren Supermärkten vor allem als Saft oder Pulver verkauft und gilt als Schlankheitsmittel. Daneben soll sie Falten reduzieren und sexuell stimulierend wirken, was jedoch nicht wissenschaftlich belegt ist.

Superfood-Alternative: Heidelbeeren

Die heimische Beere besitzt ebenfalls Anti-Aging-Eigenschaften und senkt das Risiko für eine Krebserkrankung. Verantwortlich dafür ist der in den Beeren enthaltene Farbstoff Anthocyan, der auch für die blaue Farbe sorgt.  

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Superfood: Quinoa

Die aus Südamerika stammende Pflanze ist eine pflanzliche Eiweißquelle und enthält essentielle Aminosäuren sowie Vitamine und Mineralien. Quinoa ist zudem glutenfrei und dient somit als ein beliebter Getreideersatz.

Superfood-Alternative: Hirse

Diese regionale Getreidesorte ist ebenfalls glutenfrei und wird aufgrund ihrer Inhaltsstoffe vermehrt als Superfood bezeichnet. Hirse liefert wertvolle Nährstoffe und Antioxidantien und ist leicht bekömmlich. Daneben sorgt das enthaltene Silizium für schöne Haut und Haare, weshalb das Getreide auch Beauty-Food genannt wird.