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Es ist heiß, die Sonne scheint, kein Wölkchen am Himmel, die Stimmung ist ausgelassen. Für viele kommt ein Milchshake dann genau richtig. Immerhin ist das Getränk aus Eis und Milch nicht nur lecker, sondern auch erfrischend. 

Im Clip: Bundesamt für Verbraucherschutz warnt - Vorsicht vor Keimen in Milchshakes

Milchshakes-Fans müssen nun jedoch tapfer sein, denn das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat eine Warnung ausgerufen: Das Getränk kann eine Vielzahl von Keimen beinhalten. 

768 untersuchte Milchshakes 

2018 wurden 768 Proben von unterschiedlichen Milchshakes aus Gaststätten und Eisdielen untersucht und entnommen. Darunter waren sowohl Fertigmischungen als auch klassisch selbstgemachte Shakes aus Milch oder Speiseeis, in die ebenso Obst, Sahne, Joghurt oder andere Milcherzeugnisse sowie Aromen gegeben wurden.  

Die Proben wurden dahingehend untersucht, ob sie die Richt- und Warnwerte der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) einhalten beziehungsweise überschreiten. 

Hygienemängel: Hefepilze und E. coli Bakterien 

754 der 768 Proben wurden auf Hefepilze untersucht. 162 von diesen enthielten einen Hefepilz-Gehalt, der die empfohlene Menge überschreitet – das bedeutet, dass 21,5 Prozent der Proben auffällig waren. Zurückzuführen sei ein erhöhter Hefepilz-Gehalt auf Hygienefehler bei der Herstellung. 

766 der Proben wurden ebenfalls auf Enterobakterien, auch E. coli, untersucht. 128 wiesen einen Bakteriengehalt auf, der den Warnwert des DGHM für Speiseeis überschreitet. Fünf Prozent lagen oberhalb des Warnwerts für geschlagene Sahne. 

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Lebensmittel falsch gelagert wurden oder von schlechter Qualität sind. Doch auch Hygienemängel an den Gerätschaften oder beim Personal kann nicht als Ursache ausgeschlossen werden.  

Krankmachende Keime vereinzelt enthalten 

Zwei weitere Keime wurden in den Proben nachgewiesen: 32 von 739 untersuchten Proben wiesen Bacillus cereus in zu hoher Konzentration auf. Dieses könnte von verwendeten Nüssen stammen, da es in der Natur häufig auf Pflanzen vorkommt. Es kann zu Magen-Darm-Erkrankungen führen. 

Auch Listeria monocytogenes – vereinfacht auch als Listerien bekannt - waren enthalten. Die Konzentration überschritt jedoch nicht die Warnwerte. In keiner der untersuchten Proben wurden Salmonellen nachgewiesen. 

Hygiene und frische Zubereitung sind entscheidend 

Die Untersuchung zeigte, dass es bei der Zubereitung und Herstellung von Milchshakes noch einige Hygienemängel gibt. Dabei ist die Hygiene entscheidend, um Keime in den Getränken zu minimieren. Verbraucher sollten daher laut BVL nur frisch zubereitete Milchshakes verzehren.

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