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The Taste

Profi-Tipp: Grillmarinade

Staffel 3Episode 102.09.2015 • 20:15

Gibt es etwas Schöneres im Sommer, als mit Freunden im Garten zu grillen? Und mit diesem Tipp von Frank Rosin seid ihr die Helden des Abends!

Grillmarinade selber machen: Profi-Tipps von Frank Rosin

Ob auf Holzkohle, Elektro oder Gas – sobald die Abende länger und wärmer werden, heißt es ran an den Grill und fleißig brutzeln. Deftiges Fleisch, ein paar nette Freunde und dazu ein unwiderstehlicher Duft – was will man mehr? Inzwischen kommen Würstchen und Steaks nicht mehr einfach so, sondern lecker mariniert auf den Rost. In seinen Profi-Tipps verrät Frank Rosin, warum du deine Grillmarinaden am besten selbstmachst. Außerdem zeigt er dir, welche Marinade am besten zu Schwein, Rind, Pute und Hähnchen passen.

Zutaten für Rosin‘s Grillmarinade

Frank Rosin würzt am liebsten frisch und natürlich. Für seine selbstgemachte Grillmarinade kombiniert er folgende Zutaten:

  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Chilischote
  • 1 Limette
  • Kapern
  • Frische Kräuter: Rosmarin, Thymian Petersilie
  • Pflanzenöl
  • Pfeffer (nach Belieben)

Zubereitung: Selbstgemachte Grillmarinade nach Frank Rosin

Los geht’s mit der einfachen Zubereitung deiner Grillmarinade:

  1. Eine Knoblauchzehe abziehen und fein hacken
  2. Eine kleine rote Chili-Schote waschen, längs aufschneiden und die Kerne mit dem Messer entfernen. Die Schärfe der Chili sitzt in den Kernen und kann ziemlich unberechenbar sein. Anschließend in feine, gleichmäßige Streifen schneiden.
  3. Eine Limette waschen, trockentupfen und die grüne Schale mit einem scharfen Messer oder einer feinen Reibe abschälen. Achte darauf, nichts von der weißen Limettenhaut zu erwischen, denn diese enthält Bitterstoffe, die die Marinade geschmacklich verderben.
  4. Kräuter waschen, trockenschütteln und fein hacken.
  5. Kräuter, Gewürze und Limettensaft gut mit reichlich Öl verrühren. Kaltgepresste Öle wie Olivenöl eigenen sich nicht zum Grillen. Besser eignet sich hitzebeständiges Sonnenblumen- oder Rapsöl.

Diese Geheimtipps machen die Grillmarinade besonders

Schon gewusst? Fleisch zu marinieren ist eine ziemlich alte Technik. Bereits im Mittelalter legten Seefahrer ihren Fleischproviant in salzhaltige Laken ein, um sie für die bevorstehenden Monate auf rauer See haltbar zu machen. Für dein Grillgut ist zu viel Salz hingegen tabu, denn es entzieht dem Fleisch wertvolle Flüssigkeit und macht es zäh. Kein Wunder, dass Frank Rosin in diesem Rezept ausnahmsweise auf sein geliebtes Meersalz verzichtet und stattdessen zu würzigen Alternativen greift.

  • Kapern: Die Blütenknospen des Kapernstrauchs, der vor allem in Südeuropa heimisch ist, werden meist in einer Lake aus Essig, Öl und Salz eingelegt. Sie sorgen in deiner Grillmarinade für ein leicht salziges und säuerliches Aroma. Anstelle von Kapern kannst du auch andere sauer eingelegte Gemüsesorten oder Sardellen verwenden.
  • Limettenschale: Die kleine Schwester der Zitrone enthält zwar nicht ganz so viele Vitamine wie die große Gelbe, dafür ist sie geschmacklich intensiver. Damit deine Marinade nicht bitter schmeckt, verwende nur die äußere grüne Schale und den Saft. Zum Limettenschälen verwendest du am besten eine feine Reibe. Säuerliche Grillmarinaden mit Kapern und Limettensaft sind die perfekte Steak Marinaden, denn sie eigenen sich für tendenziell zähe Fleischsorten wie Schweinefleisch.
  • Frische Kräuter: Rosmarin, Thymian, Petersilie und Basilikum geben der Marinade fürs Grillfleisch ein mediterranes Aroma. Das ist aber nicht der einzige Grund, weshalb in eine richtig gute Grillmarinade unbedingt frische Kräuter und scharfe Gewürze wie Ingwer oder Chili gehören: Die Inhaltsstoffe der Kräuter reduzieren krebserregende Stoffe, die bei Grillen entstehen können, um bis zu 75 Prozent. Das schafft übrigens auch Honig, was die Freunde eines echten Südstaaten-Barbecues sicher gerne hören.

 

 

Steak und Schweinehals marinieren: Worauf kommt es beim Grillen und Marinieren an?

Es gibt verschiedene Arten von Grillmarinaden: Neben der säuerlichen Marinade aus Limettensaft, Öl und Kräutern gibt es zum Beispiel reine Öl-Marinaden, Trockenmarinaden (nur Kräuter und Gewürze) und sogar süße Marinaden aus Saft und Obst. Welche Steak Marinade am besten passt, hängt von dem Grillfleisch ab, das auf den Grill kommt. Die leichte Schärfe von Pfeffer, Chili, Ingwer und Piment und herbe mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Koriander, Oregano und Majoran passen am besten zu Schwein und Rind. Frische, fruchtig-süßliche Aromen geben Fisch und Hähnchen den kulinarischen Feinschliff. Richtig exotisch wird’s z. B. mit Ananas (süß-sauer) und Curry.

Übrigens: Damit das Fleisch die Marinade wirklich gut annimmt, sollte es vollständig von der Grillmarinade umschlossen sein und mindestens einen Tag durchziehen. Damit die gewünschten Aromen entstehen, lass die Marinade gut abtropfen bevor das Fleisch auf den Grill kommt.

Wie ein Steak richtig saftig gebraten wird, zeigt Frank Rosin im Video.