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The Taste

Eier kochen: Profi Tipps für das perfekte Ei

Staffel 3Episode 423.09.2015 • 20:15

Ei, Ei, Ei - Hühnereier sind beliebt und erwiesenermaßen richtig gesund. Doch so einfach es klingt, auch Eier kochen will gelernt sein. Ob hart, weich oder mittelhart - mit diesen Profi-Tipps zeigt dir Tim Mälzer, wie du das perfekte Ei kochst.

Eier kochen: Rezept und Geheimtipps

Ob Picknickkorb, sonntäglicher Frühstückstisch oder Vesper-Box: Ohne ein paar leckere Eier fehlt da irgendwas. Dass ein "nach Gefühl" gekochtes Ei die richtige Konsistenz hat, ist reine Glückssache. Meistens geht das eher schief. Wie lange ein Ei braucht, um ein perfektes Ei zu sein, hängt unter anderem von seiner Temperatur ab.

Geheimtipp: Nimm die Eier am besten eine halbe Stunde vor dem Kochen aus dem Kühlschrank, damit sie sich auf Zimmertemperatur (ca. 20 °C) erwärmen. Kalte Eier haben eine längere Kochzeit – im Schnitt etwa 1-2 Minuten mehr.

Für das perfekte Ei braucht Tim:

-      Einen ausreichend großen Topf

-      Wasser: Wenn du sehr viele Eier auf einmal kochen willst, solltest du hier nicht sparen. Die kalten Eier kühlen das Wasser nämlich ab und das führt wiederum zu längeren Kochzeiten.

-      Eier: Braun oder weiß? Häufig wird angenommen, dass die Farbe ein Indiz für die Herkunft sei. Das stimmt aber nicht. Denn tatsächlich hängt das von der Hühnerrasse ab. Trotzdem macht die Herkunft natürlich einen Unterschied. Eier aus Freilandhaltung sind nicht nur tierfreundlicher, sondern haben auch einen deutlich höheren Vitamingehalt. Woher das Ei stammt, verrät dir die erste Ziffer des Herstellercodes, der auf jedem Ei aufgedruckt ist. Für das perfekte Ei sollte dort eine 0 (Bio-Freilandhaltung) oder eine 1 (Freilandhaltung) stehen.

Und so geht’s:

  1. Den Topf mit Wasser füllen
  2. Die zimmerwarmen Eier hineinlegen
  3. Das Wasser zum Kochen bringen. Sobald das Wasser sprudelnd kocht, den Topf vom Herd nehmen und die Eier im heißen Wasser nur noch gar ziehen lassen
  4. Zeit stoppen

Wie Tim schon sagt: Einfacher kann man Kochen fast nicht mehr gestalten.

 

Eier hart kochen

Wie lange ein Ei braucht, hängt auch von seiner Größe ab. Größe bedeutet hier eigentlich Gewichtsklasse. Bei Hühnereiern gibt es vier Gewichtsklassen – von S bis XL. Ein kleines Ei der Größe S braucht, unabhängig von der gewünschten Konsistenz, ungefähr vier Minuten länger als ein Ei der Größe XL, denn die Wärme dringt bei einem großen Ei langsamer ins Innere vor. Profiköche wie Tim sehen natürlich auf einen Blick, welche Gewichtsklasse ein Ei hat. Falls du die Eier im Supermarkt kaufst, findest du die Angabe auf dem Karton. Ansonsten heißt es ab auf die Küchenwaage. Ein Größe S-Ei wiegt etwa 53 Gramm. Dann geht es in Zehnerschritten aufwärts. Eier der Größe XL bringen satte 73 Gramm und mehr auf die Waage.

Für ein perfektes hartgekochtes Ei solltest du den Küchen-Timer auf 8 Minuten stellen. Für das verhältnismäßig lange Warten wirst du mit einem schön gestockten Eiweiß und einem Eidotter ohne grauen Rand belohnt. Das Ei ist jetzt schnittfest, nicht faserig und riecht auch noch lecker.

 

Das perfekte Frühstücksei

Knusprige Brötchen, duftender Kaffee, frischgepresster Orangensaft und dazu ein Frühstücksei – kann man schöner ins wohlverdiente Wochenende starten? Welche Konsistenz dein Frühstücksei haben sollte, ist natürlich Geschmacksache. In der Regel werden Frühstückseier aber eher weichgekocht und dann aus der Schale gelöffelt. Damit das noch problemlos möglich ist, sollte das Ei ca. 5 Minuten kochen. Der Dotter ist nach dieser Zeit sonnengelb und noch etwas flüssig.

Du möchtest einmal etwas komplett Neues probieren? Wie wäre es mit einem amerikanischen Frühstück mit pochiertem Ei? Wie das gelingt, zeigt dir Alexander Hermann hier.

 

Eier mittelhart kochen

Ein mittelhart gekochtes Ei, das etwa 7 Minuten im heißen Wasser verbringt, hat eine leicht cremige Konsistenz. Mittelhart gekochte Eier eignen sich für Eiersalate, Soßen oder Marinaden. Dazu kannst du entweder den Dotter vorsichtig herausnehmen und mit anderen Zutaten verrühren oder das Ei abpellen und klein schneiden. Das ist übrigens auch ein guter Frischetest. Je schwerer sich die Schale vom Ei lösen lässt, desto frischer ist das Ei.

Richtig gelagert bleiben Hühnereier bis zu vier Wochen lang in gutem Zustand. So lange wird es aber wahrscheinlich gar nicht dauern, bis die perfekten Eier verspeist sind. Der Gesundheit jedenfalls schadet das nicht. Dass zu viele Eier wegen des enthaltenen Cholesterins zu Herzinfarkt und Schlaganfällen führen, wurde inzwischen offiziell widerlegt. Dagegen hat man herausgefunden, dass Eier – in Maßen genossen – sogar gesundheitsfördernd und gut für das Gehirn sind. Also dann: Guten Appetit!