Coronahilfe: Hier findet ihr Organisationen, die euch helfen, den Lockdown besser zu überstehen

Die Corona-Pandemie kann die soziale und psychische Situation stark belasten. Kinder und Jugendliche, Familien und Frauen in Not, pflegende Angehörige oder Menschen, deren Existenz bedroht ist, können sich an die nachfolgenden Hilfsorganisationen wenden.

Handzeichen bei Gewalt  
Hilfe für Kinder und Jugendliche  
Hilfe für Familien  
Beratung für Frauen  
Hilfe bei psychischen Problemen und Erkrankungen  
Pflegetelefon  
Tafeln  
Malteser Hilfsdienst e.V.  
Johanniter-Unfall-Hilfe  
Weitere Beratungsstellen  

Handzeichen bei Gewalt

Nicht jede Person, die Hilfe benötigt, hat die Möglichkeit, online oder durch einen Anruf auf seine Notlage aufmerksam zu machen. Opfer von Gewalt haben die Möglichkeit, ohne digitale Spuren ein Signal zu geben. So kannst du unauffällig um Hilfe bitten:

  1. Zeige deine Handfläche in die Kamera.
  2. Drücke deinen Daumen auf deine Handfläche.
  3. Klappe die restlichen Finger ein und bedecke deinen Daumen.

 Gibt dir eine Person dieses Handzeichen, solltest du dich umgehend an den Notruf wenden.

Hilfe für Kinder und Jugendliche

Wenn du das Gefühl hast, du kannst nicht mit deinen Eltern oder anderen Personen aus deiner Familie oder deinem Umfeld über deine Probleme sprechen, findest du hier Hilfe:

Nummer gegen Kummer / Kinder- und Jugendtelefon:

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des "Nummer gegen Kummer e.V." hören sich jedes Problem an, mit dem sich Hilfesuchende an sie wenden. Sie stehen Anrufer:innen zum Beispiel bei Liebeskummer, schulischen Sorgen, aber auch schwerwiegenden Themen wie Suizidgedanken oder sexuellem Missbrauch zur Seite.

Between the Lines:

"Between the Lines" ist eine App, die von Jugendlichen entwickelt wurde. Sie liefert Nutzer:innen Informationen zu verschiedenen Themen wie Stress in der Familie, in der Schule oder mit Freunden. Sie unterstützt zudem bei Drogenproblemen oder hilft bei der Suche nach einer Notunterkunft.

KidKit networks:

Eine Suchterkrankung kann sich auch auf Kinder auswirken. Kinder und Jugendliche, die betroffen sind, beispielsweise durch drogen- oder spielsüchtige Eltern, finden bei KidKit networks die Möglichkeit, sich online Hilfe zu suchen und Rat zu erhalten.

Hilfe für Familien

Manchmal wissen sich Eltern nicht mehr zu helfen, haben Angst um ihre Kinder oder es gibt andere Notfälle in der Familie. Bei diesen Anlaufstellen findest du Hilfe:

Elterntelefon:

  • 0800 111 0 550
  • Montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr, dienstags und donnerstags bis 19 Uhr

Unter der kostenlosen Rufnummer des Elterntelefons können Mütter und Väter Rat suchen. Die Beraterinnen und Berater gehen vertraulich mit den Anrufen um. Anruferinnen und Anrufer erhalten anonym und unkompliziert Hilfe.

Online-Beratung für Jugendliche und Eltern bei der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung:

Auf der Seite der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung gibt es ein individuelles Online-Beratungsangebot durch geschulte Fachkräfte. Es richtet sich an Jugendliche von 14 bis 21 Jahren sowie Eltern mit Kindern bis zum 21. Lebensjahr. Konfliktfälle, problematische Familiensituationen, Trennung und Scheidung sind unter anderem Themen, bei denen die Beraterinnen und Berater Hilfe anbieten. Die Beratung findet anonym, kostenfrei und datensicher statt.

Für Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre ist online zusätzlich die JugendNotmail (https://www.jugendnotmail.de) verfügbar. Nutzer:innen können sich an ehrenamtliche Fachkräfte wenden, die sie vertraulich beraten – unabhängig vom Anliegen. Ziel ist es, gemeinsam eine Lösung zu finden.

Beratung für Frauen

Weißer Ring:

Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen":

  • "Gewalt gegen Frauen": 08000 116 016

Frauen, die Gewalt in der Familie erfahren, können sich unter der kostenlosen Telefonnummer 08000 116 016 Hilfe suchen. Die Beraterinnen des Hilfetelefons "Gewalt gegen Frauen" bieten Hilfe und Information in 17 Sprachen zu allen Formen von Gewalt gegen Frauen an.

Hilfetelefon "Schwangere in Not":

  • "Schwangere in Not": 0800 4040 020

Schwangere Frauen in Konfliktsituationen finden hier Hilfe und Beratung für eine vertrauliche Geburt. Rund um die Uhr kann man über die Nummer qualifizierte Beratung in mehreren Sprachen und barrierefrei erhalten.

Beratung bei sexuellem Missbrauch an Kindern:

  • Hilfetelefon "Sexueller Missbrauch"
  • 0800 22 55 530
  • montags, mittwochs und freitags von 9 bis 14 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 15 bis 20 Uhr
  • Alle Infos: https://www.anrufen-hilft.de/

Wer einen Verdacht auf sexuellen Missbrauch an Kindern oder Jugendlichen in seinem Umfeld hat, bekommt hier Unterstützung. Auch Erwachsene die in ihrer Kindheit selbst Opfer von sexuellem Missbrauch waren, können sich an das Hilfe-Telefon wenden.

Hilfe bei psychischen Problemen und Erkrankungen

Die Corona-Pandemie und ein Lockdown können sich bei einigen Menschen auf die psychische Gesundheit auswirken. Betroffene finden hier Rat:

Stiftung Deutsche Depressionshilfe:

Auf der Seite der Stiftung der Deutschen Depressionshilfe finden Betroffene Rat zur aktuellen Lage sowie eine Telefonnummer, unter der sie Hilfe erreichen können. Außerdem gibt es online ein Selbstmanagement-Programm, mit dem man sich selbstständig informieren und aktiv an der Genesung arbeiten kann: https://www.deutsche-depressionshilfe.de/unsere-angebote/fuer-betroffene-und-angehoerige/ifightdepression-tool

Deutsche Suchthilfe:

Die Suchthilfe in Deutschland richtet sich an Menschen mit Suchtproblemen sowie deren Angehörige und bietet ihnen verschiedene Beratungsmöglichkeiten an.

Sucht- und Drogenhotline:

  • 01806 313031 (kostenpflichtig)

Die bundesweite Sucht & Drogen Hotline der Drogenbeauftragten der Bundesregierung bietet telefonische Beratung, Hilfe und Informationen durch geschulte Fachkräfte aus der Drogen- und Suchthilfe. Sie steht Menschen mit Suchtproblemen und deren Angehörigen, Freunden oder Kollegen zur Seite. Das Angebot ist kostenpflichtig: 0,20 € pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk maximal 0,60 € pro Anruf.

Pflegetelefon

  • 030 20 179 131
  • Montag bis Donnerstag zwischen 9 und 18 Uhr
  • E-Mail: info@wege-zur-pflege.de

Das Pflegetelefon richtet sich an Angehörige, die einen Verwandten pflegen. Die Gespräche finden anonym und vertraulich statt. Die Berater:innen bieten konkrete und individuelle Hilfestellungen an.

Die Tafeln

Viele Menschen in Deutschland sind von Armut betroffen. Die Corona-Pandemie hat die Anzahl noch vergrößert. Die Tafeln retten täglich überschüssige Lebensmittel und verteilen sie an Menschen in Not an über 950 Standorten.
Alle Infos: https://www.tafel.de/

Malteser Hilfsdienst e.V.

Der Malteser Hilfsdienst e.V. ist ein gemeinnütziger, katholischer Verein. Die Mitglieder sind unter anderem in den Bereichen Katastrophenschutz, Sanitätsdienst und Erste-Hilfe-Ausbildung tätig. In der Corona-Pandemie unterstützen die Malteser das Personal in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Außerdem bieten sie telefonische Betreuung für Menschen mit Gesprächsbedarf an und sichern mit Einkaufshilfen die Versorgung von hilfsbedürftigen Personen.

https://www.malteser.de/corona-hilfe.html

Johanniter-Unfall-Hilfe

Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist in vielen Bereichen für hilfsbedürftige Menschen tätig: Unter anderem im Rettungs- und Sanitätsdienst, im Katastrophenschutz, in der Hospizarbeit und bei der Betreuung und Pflege von alten, kranken oder geflüchteten Personen. In der Zeit der Corona-Pandemie betreiben die Johanniter zusätzlich Corona-Test- und -Impfzentren und bieten Schulungen für den Umgang mit PoC-Schnelltests an.

https://www.johanniter.de/johanniter-unfall-hilfe/corona-informationsseite/

Weitere Beratungsstellen

Neben den oben ausführlich aufgeführten, gibt es weitere Anlaufstellen, die Betroffene nicht alleine lassen. Die Einrichtungen sind auf die Hilfe von Unterstützern angewiesen. Folgende Beratungsstellen bieten Hilfe: