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Lästige Schädlinge im Haushalt

So einfach hilft Essigwasser gegen Motten!

  • Aktualisiert: 27.01.2023
  • 14:30
  • Christina Berlinghof
Motten kannst du auch ohne Gift loswerden: Wir verraten dir den Trick
Motten kannst du auch ohne Gift loswerden: Wir verraten dir den Trick© picture alliance / dpa Themendienst

Du hast Löcher in deiner Kleidung oder entdeckst weiße Kokons in deinem Müsli? Dann hast du wahrscheinlich lästige Motten im Haushalt. So bekämpfst du sie giftfrei mit Hausmitteln und beugst einem Mottenbefall mit einfachen Maßnahmen vor.

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Motten sind nachtaktive Falter, die zu den Schmetterlingen gehören. Man unterscheidet zwischen Lebensmittelmotten, die Lebensmittelvorräte anknabbern und Kleidermotten, die Löcher in unsere Kleidungsstücke fressen. Schäden verursachen aber nicht die ausgewachsenen Motten, sondern ihre Larven, da nur sie Nahrung aufnehmen.

Wie kommen Motten in meinen Haushalt?

Motten fliegen zum Beispiel über geöffnete Fenster in die Wohnung und suchen sich dann schnell ein geeignetes Versteck zur Eiablage. Kleidermotten können aber auch Kleidungsstücke befallen haben, die man im Laden oder auf dem Flohmarkt gekauft hat. In diesem Fall bringt man sie unbemerkt selbst mit nach Hause.

Auch Lebensmittelmotten gelangen oft auf diese Weise in den Haushalt. Denn Lebensmittel können schon im Supermarkt mit kleinen Motteneiern kontaminiert sein.

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Was mögen Motten?

Die Larven der Lebensmittelmotten sind Vorratsschädlinge und ernähren sich vor allem von Mehl- und Getreideprodukten. Auch Nüsse oder Hülsenfrüchte mögen die winzigen Insekten, genauso wie Schokolade, Müsli oder Nüsse.

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Kleidermotten lieben tierische Fasern, denn das darin enthaltene Keratin ist für sie ein Nahrungsmittel. Stücke aus Wolle, Kaschmir, Seide, Leder oder mit Pelz sollten deshalb immer gut geschützt verstaut werden, damit sie nicht befallen werden.

Silberfische in der Wohnung? Was wirklich hilft, siehst du im Clip:

Mottenbefall identifizieren

Einen Mottenbefall zu erkennen ist vor allem im Anfangsstadium nicht einfach. Achte deshalb auf feine, weiße Fäden und Gespinste, sie werden von den Larven gebildet.

Bei einem Verdacht auf einen Mottenbefall solltest du am besten schnell das Ausmaß des Befalls ermitteln. Prüfe Kleidungsstücke und Textilien auf Löcher und kahle Stellen.
Befürchtest du einen Befall deiner Lebensmittelvorräte, prüfe alle angebrochenen Packungen auf weiße Fäden oder weiße Ablagerungen, die wie kleine Mehlwürmer aussehen.

Um herauszufinden, an welcher Stelle im Haushalt der größte Befall vorliegt, kannst du Lockstoff-Fallen aufstellen. Diese Pheromonfallen sind mit Sexuallockstoffen von Mottenweibchen versehen, die männliche Motten anziehen. An der klebrigen Oberfläche der Fallen bleiben die Mottenmännchen haften und eine weitere Fortpflanzung wird so verhindert. Die Fallen sind in Super- oder Baumärkten erhältlich. 

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Motten mit Hausmitteln und Tricks bekämpfen

Um Motten dauerhaft aus dem Haushalt zu verbannen, gibt es verschiedenen Maßnahmen. In den meisten Fällen genügt es neben der regelmäßigen Vorsorge alternative Bekämpfungsmaßnahmen einzusetzen. Auf den Einsatz chemischer Bekämpfungsmittel solltest du verzichten, da nicht eindeutig geklärt ist, welche Gefahren diese Mittel für den Menschen und die Umwelt bergen.

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Haushalt von Mottenbefall befreien

Textilien oder Kleidungsstücke, die von Motten zerstört wurden und nicht mehr verwendet werden können, solltest du in eine Tüte packen und in der Mülltonne entsorgen. Da von Kleidermotten keine Gesundheitsrisiken für den Menschen ausgehen, musst du leicht befallene Kleidung oder Stücke, die in der Nähe befallener Kleidung lagen, nicht wegwerfen. Es genügt, sie durch Hitze oder Kälte von den Motten zu befreien. Wasche diese Kleidungsstücke oder Textilien bei mindestens 50 Grad Celsius und breite sie am besten zum Trocknen in der Sonne aus, das tötet noch vorhandene Eier und Larven ab. Empfindliche Materialien kannst du auch einfrieren. Denn auch Kälte tötet die Larven ab und macht Larveneier unschädlich. Dieser Prozess dauert allerdings mehrere Tage.

Lebensmittel, die befallen sind, solltest du nicht mehr verzehren und in Mülltüten außerhalb der Wohnung entsorgen. Denn befallene Produkte können Allergien oder Haut- und Magen-Darm-Erkrankungen auslösen.

Motten bekämpfen mit Staubsauger, Föhn und Essigwasser

Die Umgebung der befallenen Textilien oder Lebensmittel mit einem Staubsauger reinigen. Vor allem Ritzen in Schränken oder Fußleisten gut aussaugen. Den Staubsaugerbeutel anschließend luftdicht in einem Müllbeutel verschließen und entsorgen.

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Schlecht erreichbare Stellen kannst du mit einem Haartrockner erhitzen, das tötet Motten, Eier und Larven ab. Darauf achten, dass die Oberfläche hitzebeständig ist und der Haartrockner nicht überhitzt. Anschließend mit etwas Essigwasser über die betroffenen Stellen wischen und gut trocknen lassen.

Schlupfwespen zur Bekämpfung von Motten einsetzen

Bei starkem Befall können auch Schlupfwespen, das sind natürliche Feinde der Kleidermotten, zur Bekämpfung eingesetzt werden. Diese kleinen Insekten sind für Menschen ungefährlich und legen ihre Eier in Motteneiern ab, die dadurch absterben. Sind keine Motteneier mehr vorhanden, ziehen sich die Schlupfwespen zurück. Die Nützlinge zur Mottenbekämpfung bekommst du im Baumarkt oder Internet.

Mottenbefall vorbeugen

Mit folgenden Tricks und Hausmitteln kannst du verhindern, dass deine Lebensmittel oder deine Kleidung von Motten befallen werden:

  • Verschmutzte Wäsche nicht offen herumliegen lassen, denn auch unsere Haare und Hautschüppchen enthalten Keratin, das sich beim Tragen auf den Kleidungsstücken ablagert.
  • Neue Kleidungsstücke oder Klamotten vom Flohmarkt vor dem ersten Tragen gründlich waschen und nicht direkt in den Schrank legen, damit du nicht unbemerkt Mottenlarven mit hineinlegst.
  • Kleidungsstücke wie saisonale Teile nicht monatelang unbewegt im Schrank liegen lassen, denn dann können sich Motten ganz in Ruhe einnisten. Besser: Den Schrank regelmäßig ausräumen, putzen und die Kleidungsstücke auf einen Schädlingsbefall überprüfen. Oder die Stücke gut verschlossen in Kleidersäcken aufbewahren.
  • An Fenstern oder Terrassentüren Fliegennetze anbringen, sie verhindern, dass Motten und auch andere Insekten in die Wohnung gelangen.
  • Bestimmte Düfte wirken auf Motten abschreckend. Das sind zum Beispiel intensiv riechender Lavendel, Zedernholz oder Gewürze wie Thymian, Oregano oder Nelken. Befülle Säckchen damit und hänge sie in deinen Kleiderschrank, so kannst du das Einnisten von Motten unterbinden. Verflüchtigt sich der Duft, solltest du die Säckchen erneuern.
  • Lebensmittel bereits im Laden auf Verpackungsbeschädigung oder einen sichtbaren Mottenbefall überprüfen.
  • Lebensmittel nicht offen lagern, sondern in gut verschließbare Dosen oder Gläser füllen. Produkte, die selten benutzt werden, am besten regelmäßig auf einen Befall kontrollieren.
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