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Einzelhandel

Aldi-Nord legt Familienstreit bei: Wie geht es weiter?

  • Aktualisiert: 31.01.2023
  • 17:53 Uhr
  • Clarissa Yigit
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Heile Familie? Ein erster Schritt wurde jedenfalls gegangen. Der jahrelange Familienkrach im Unternehmen Aldi Nord soll nun ein Ende gefunden haben. Hintergrund für den Zwist zwischen den Familienstämmen war die komplizierte Eigentümerstruktur.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die seit Jahren zerstrittenen Familienstämme des Discounters Aldi Nord legen ihre Fehde endlich bei.

  • Der Konzern soll nun umstrukturiert werden.

  • Als "Stiftung & Co. KG" soll das Unternehmen in einer einheitlichen Holding-Gesellschaft zusammengefasst werden.

Der jahrelange Familienstreit bei Aldi Nord findet endlich ein Ende. Wie der Discounter am Montag (30. Januar) mitteilte, hätten sich "die zerstrittenen Familienstämme der Unternehmensgruppe in einer Vereinbarung unter Beteiligung der Familienstiftungen auf die Beilegung der zwischen ihnen bestehenden langjährigen Meinungsverschiedenheiten und Rechtsstreitigkeiten geeinigt", wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Vor allem die komplizierte Eigentümerstruktur bei Aldi Nord war für den Rechtsstreit der Familienstämme verantwortlich.

Struktur von Aldi Nord

Aldi Nord ist in Besitz von drei Stiftungen. Diese haben ihren Sitz in Schleswig-Holstein. Um große Investitionen als auch dringliche Entscheidungen freigeben zu können, wird von allen drei Stiftungen eine einstimmige Zustimmung benötigt. Es handelt sich um die Markus-, die Lukas- und die Jakobus-Stiftung.

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Wie geht es weiter?

Nach dem Willen der Familienstämme sowie der Stiftungen soll die Unternehmensgruppe Aldi Nord in den nächsten Monaten reorganisiert werden. Der Discounter soll dann in der Form einer "Stiftung & Co. KG" zusammengefasst werden – also unter einer einheitlichen Holding-Gesellschaft.

Eigentümer dieser neuen Holding-Gesellschaft sind je zur Hälfte die Familienstiftungen des Familienstamms Theo Albrecht und des Familienstamms Berthold Albrecht.

Gleichberechtigt und paritätisch soll somit die Corporate Governance (dt. Grundsätze der Unternehmensführung) der Holding-Gesellschaft zwischen den Familienstämmen ausgestaltet werden.

Eine Abstimmung mit den Steuerbehörden und die Zustimmung der Stiftungsaufsicht der beteiligten Familienstiftungen sind allerdings noch notwendig, um die neue Konzern- und Stiftungsstruktur umzusetzen.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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