LIVE: Biden erklärt seinen Rückzug - und den Zukunftsplan
IN 6 STUNDEN
  • 25.07.2024
  • Ab 02:00 Uhr
LIVE: Biden erklärt seinen Rückzug - und den Zukunftsplan
Anzeige
Ehemalige NPD

Brandenburg: AfD-Politiker und Die Heimat planen gemeinsame Fraktion im Kreistag

  • Veröffentlicht: 25.06.2024
  • 16:57 Uhr
  • dpa
Mehrere AfD-Politiker wollen mit Die Heimat zusammenarbeiten.
Mehrere AfD-Politiker wollen mit Die Heimat zusammenarbeiten.© Carsten Koall/dpa

Die AfD und Die Heimat - ehemals NPD - streben eine gemeinsame Fraktion in einem brandenburgischen Kreistag und einer Stadtverordnetenversammlung an. Es wäre die erste Zusammenarbeit mit der rechtsextremen Partei. 

Anzeige

Das Wichtigste in Kürze

  • Drei AfD-Politiker in Brandenburg planen eine Zusammenarbeit mit der rechtsextremen Partei Die Heimat.

  • Der AfD-Landesvorstand reagierte und kündigte Parteiausschlussverfahren gegen die drei beteiligten Kommunalpolitiker an.

  • Im Landkreis Oberspreewald-Lausitz und in der Stadt Lauchhammer sollen die neuen Fraktionen Heimat und Zukunft und AfDplus entstehen.

Drei AfD-Politiker wollen mit der rechtsextremen Partei Die Heimat in zwei Brandenburger Kommunalparlamenten gemeinsame Fraktionen bilden. Der AfD-Landesvorstand reagierte am Dienstag (25. Juni) schnell und beschloss ein Parteiausschlussverfahren gegen die drei Kommunalpolitiker, wie ein Sprecher der AfD-Vorsitzenden Alice Weidel mitteilte.

"Peinlich und respektlos": Scharfe Kritik an Selenskyj-Boykott von AfD und BSW

Die Heimat, Nachfolgepartei der Neonazipartei NPD, steht auf der Unvereinbarkeitsliste der AfD mit Organisationen, mit denen sie jede Zusammenarbeit ausschließt. In Brandenburg wird die AfD vom Verfassungsschutz als rechtsextremistischer Verdachtsfall eingestuft.

Gemeinsame Fraktion "Heimat und Zukunft"

Im Landkreis Oberspreewald-Lausitz im Süden Brandenburgs an der Grenze zu Sachsen hatten zwei AfD-Vertreter im neu gewählten Kreistag und ein Politiker der Partei Die Heimat mitgeteilt, sie würden zusammen eine Fraktion mit dem Namen Heimat und Zukunft bilden. Das bestätigte eine Sprecherin des Landkreises der dpa.

Anzeige
Anzeige
:newstime

In dem Landkreis kam die AfD bei der Kommunalwahl am 9. Juni auf 31,8 Prozent und 16 der 50 Sitze im Kreistag.

Abtrünnig sind nun die beiden AfD-Kommunalpolitiker Bernd Dietrich und Peter Gröbe. Zusammen mit dem Heimat-Vertreter Thomas Gürtler, der schon für die NPD in Kommunalparlamenten saß, wollen sie die neue Fraktion bilden. Gürtler soll Vorsitzender werden. Der neue Kreistag tritt am 4. Juli erstmals zusammen.

Neue Fraktion AfDplus in Lauchhammer

Auch in der Stadtverordnetenversammlung Lauchhammer im betreffenden Landkreis soll es künftig eine neue Fraktion von Gürtler mit den beiden selben AfD-Mitgliedern sowie einem weiteren AfD-Verordneten geben - unter dem Namen AfDplus.

In Lauchhammer kam die AfD auf sechs Sitze und die Heimat auf einen Sitz. Nach einem Bericht der Tageszeitung "Taz" hatte Gürtler schon vor Jahren eine Fraktion mit einem der jetzigen AfD-Mitglieder, der damals für eine Bürgerbewegung antrat, angestrebt.

AfD-Chef Höcke steht erneut wegen Verwendung verbotener Nazi-Parole vor Gericht

Anzeige
Anzeige

Die Heimat als "seriöse" Kraft

Die Heimat hatte am Montag (24. Juni) triumphierend in einer Mitteilung verkündet, die AfD erkenne sie als "seriöse" Kraft an.

"Veränderung in Sicht: AfD und Die Heimat gründen erste gemeinsame Fraktionen". Erwähnt wurde auch der AfD-Vorsitzende Tino Chrupalla, der angeblich auf kommunaler Ebene keine Brandmauern zu anderen Parteien sehe.

Anzeige
Anzeige

Parteiausschlussverfahren wird angestrebt

Der Brandenburger AfD-Landesvorsitzende René Springer betonte aber umgehend: "Wegen der vorsätzlichen Verletzung von Mitgliederpflichten und des erheblichen Verstoßes gegen die Grundsätze der Partei werde ich ein Parteiausschlussverfahren gegen die drei Mitglieder anstreben."

Wegen der vorsätzlichen Verletzung von Mitgliederpflichten und des erheblichen Verstoßes gegen die Grundsätze der Partei werde ich ein Parteiausschlussverfahren gegen die drei Mitglieder anstreben.

René Springer, AfD-Landesvorsitzende

Man wolle auf juristischem Weg auch gegen den Namen AfDplus vorgehen. Die Vorgänge hätten die Partei "sehr erschreckt".

Er sei davon ausgegangen, dass so etwas nicht möglich sei. Die Mandatsträger hätten "sicher nicht aus politischer Überzeugung, sondern aus einer gewissen Überforderung mit dem errungenen Mandat reagiert".

Mehr News und Videos
US Israel Netanyahu
News

Netanjahu-Rede: Elon Musk im US-Kongress gesichtet

  • 24.07.2024
  • 20:39 Uhr

© 2024 Seven.One Entertainment Group