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Hessen

Hadamar: Haus stürzt nach Gasverpuffung ein und begräbt Anwohner 

  • Veröffentlicht: 27.02.2024
  • 12:14 Uhr
  • Clarissa Yigit
Am Montag (26. Februar) kam es zu einem Gasaustritt auf dem Gelände eines Flüssiggas-Abfüllbetriebes in Hadamar (Hessen).
Am Montag (26. Februar) kam es zu einem Gasaustritt auf dem Gelände eines Flüssiggas-Abfüllbetriebes in Hadamar (Hessen).© Foto: Thomas Frey/dpa

Im hessischen Hadamar wurde auf einem Firmengelände eines Gasunternehmens bei Wartungsarbeiten ein Leck an einem unterirdischen Gastank entdeckt - mit schweren Folgen für einen Anwohner und sein Haus.  

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Das Wichtigste in Kürze

  • In Hadamar (Hessen) wurde bei Wartungsarbeiten ein Leck an einem unterirdischen Gastank auf dem Firmengelände eines Gasunternehmens entdeckt. 

  • Offenbar war ein Ventil beschädigt, das die Sicherheitsingenieure vor Ort nicht abdichten konnten.

  • In der Nacht zu Dienstag (27. Februar) kam es dann zu einer Gasverpuffung in einem nahegelegenen Einfamilienhaus, bei dem ein Mann schwer verletzt wurde.

Auf einem Firmengelände eines Gasunternehmens in Hadamar (Hessen) war am Montagmorgen (26. Februar) bei Wartungsarbeiten ein Leck an einem unterirdischen Gastank entdeckt worden. Das betroffene Unternehmen füllt unter anderen Gasflaschen für Haushalte ab. Nach ersten Erkenntnissen sei daher Propangas in dem Tank gewesen, ergänzt die Deutsche Presse-Agentur (dpa).

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Beschädigung des Ventils vermutet

Nach Polizeiangaben kam es vermutlich zu einer Beschädigung eines Ventils, woraufhin unkontrolliert Flüssiggas in die Atmosphäre ausströmen konnte. Mehrere Versuche der Sicherheitsingenieure der Firma Tyczka, das Leck abzudichten, seien gescheitert.

Daher mussten die Anwohner:innen in einem Radius von 300 Metern vorsorglich evakuiert werden. Die Evakuierungsmaßnahme sollte, laut einer Sprecherin der Stadt, über Nacht bestehen bleiben, da die Arbeiten wegen der Dunkelheit unterbrochen werden mussten und erst am Dienstag fortgesetzt werden sollten.

Rund 560 Anwohner:innen waren aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen und das evakuierte Gebiet nicht zu betreten. Etwa 20 Personen mussten die Nacht in Mehrzweckhallen verbringen - der Rest habe eine private Unterkunft gefunden, schreibt die dpa unter Berufung auf einen Polizeisprecher.

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Haus stürzt vollständig ein und begräbt Anwohner

Ein 44-jähriger Anwohner begab sich im Laufe des Abends allerdings widerrechtlich in sein Wohnhaus, das bereits evakuiert war.

Kurz nach Mitternacht kam es aus bisher ungeklärter Ursache zu einer Gasverpuffung im Stadtteil Niederzeuzheim. Diese stehe wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem Gasaustritt der nahe gelegenen Firma.

Infolgedessen stürzte das Einfamilienhaus, in dem sich der Mann befand, vollständig ein. Mit schweren Verletzungen konnte sich der Anwohner selbst aus den Trümmern befreien. Er habe "Riesenglück" gehabt, zitiert die "Tagesschau" einen Polizeisprecher. Der 44-Jährige sei umgehend in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte die Polizei am Dienstagmorgen mit.

:newstime

Der Auslöser für die Gasverpuffung sei bisher noch nicht geklärt, ergänzt die "Tagesschau". Rund 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Kreisbrandaufsichtsbehörde, Brandaufsicht des Regierungspräsidiums, vom Deutschen Roten Kreuz und von den Maltesern waren im Stadtteil Niederzeuzheim im Einsatz, schreibt die Stadt Hadamar. Zudem habe im Laufe der Nacht in der Sperrzone der Strom komplett abgestellt werden müssen.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Stadt Hadamar: "GASAUSTRITT IN NIEDERZEUZHEIM"
  • Presseportal: "POL-LM: +++Gasaustritt aus Propan-Gastank - Einfamilienhaus eingestürzt - Person verletzt+++"
  • Hessenschau: "Gasaustritt in Hadamar: Haus in Sperrzone explodiert – Mann schwer verletzt"
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