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Nach Festnahme bei Demonstration

Klimaaktivistin Greta Thunberg steht in London vor Gericht

  • Veröffentlicht: 02.02.2024
  • 02:17 Uhr
  • Franziska Hursach
In London hat ein Prozess gegen die schwedische Klimaaktivistin Thunberg und einige ihrer Mitstreiter begonnen.
In London hat ein Prozess gegen die schwedische Klimaaktivistin Thunberg und einige ihrer Mitstreiter begonnen.© Alberto Pezzali/AP/dpa

Greta Thunberg hatte sich bei einer Demonstration geweigert, den Anweisungen der Polizei zu folgen. Nun drohen ihr und ihren Mitstreitern Konsequenzen.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Der Klimaaktivistin Greta Thunberg könnte bei einem Gerichtsprozess in London eine Geldstrafe bekommen.

  • Dort wurde sie wegen Störung der öffentlichen Ordnung angeklagt.

  • Im Oktober hatte sie sich an der Blockade einer Tagung der Energiebranche beteiligt.

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg und vier ihrer Mitstreiter stehen seit Donnerstag (1. Februar) vor Gericht in London. Die Anklage wirft der 21-Jährigen und den vier Männern jeweils Störung der öffentlichen Ordnung vor. Sie wurden im Oktober 2023 während einer Demonstration gegen ein Treffen von Energiemanagern in der britischen Hauptstadt vorübergehend festgenommen.

Thunberg: "Müssen uns daran erinnern, wer der echte Gegner ist"

Nach Abschluss des Sitzungstages verteidigte Greta Thunberg in einer Erklärung vor dem Gerichtsgebäude die Klimaproteste.

"Selbst wenn wir es sind, die hier stehen, Klima-, Umwelt- und Menschenrechtsaktivisten auf der ganzen Welt werden verfolgt, manchmal verurteilt und erhalten Strafen, weil sie auf der Linie der Wissenschaft sind", sagte die Schwedin laut der Deutschen Presse-Agentur.

Wir müssen uns daran erinnern, wer der echte Gegner ist, was wir verteidigen, wen unsere Gesetze schützen sollen.

Greta Thunberg

Zum Prozessauftakt im Gerichtssaal hatten die Angeklagten lediglich ihre Namen und Geburtsdaten genannt. Sie hatten bei einer Anhörung im November auf nicht schuldig plädiert. Im Falle einer Verurteilung droht ihnen eine Geldstrafe. Ein Urteil wird es voraussichtlich frühestens an diesem Freitag (2. Februar) geben.

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Thunberg und die weiteren Protestierenden, darunter zwei Mitglieder von Greenpeace und Fossil Free London, sollen sich geweigert haben, den Zugang zum Hotel freizugeben. Ein Beamter habe eine letzte Warnung ausgesprochen, jedoch sei Thunberg der Aufforderung, sich zu entfernen, nicht nachgekommen, wie Staatsanwalt Luke Staton mitteilte. Daraufhin sei die Klimaaktivistin festgenommen worden.

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Auch vor dem Gerichtsgebäude des Westminster Magistrates' Court demonstrierten am Donnerstag mehrere Umweltaktivisten. "Klimaprotest ist kein Verbrechen", stand unter anderem auf einem Plakat. Bei dem Protest im Oktober seien 26 Menschen festgenommen worden - währenddessen hätten die "wahren Klimaverbrecher" in einem Luxushotel diniert, teilte Fossil Free London mit.

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  • Verwendete Quelle:
  • Nachrichtenagentur dpa
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