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20 PKK-Stellungen bombardiert

Nach Anschlag in Ankara: Türkei greift Ziele im Nordirak an

  • Veröffentlicht: 02.10.2023
  • 06:11 Uhr
  • Rebecca Rudolph
Recep Tayyip Erdogan, Präsident der Türkei, bei der Teilnahme an der Eröffnungssitzung des Legislaturjahres des türkischen Parlaments, das zeitgleich zum Bombenanschlag in Ankara stattfand.
Recep Tayyip Erdogan, Präsident der Türkei, bei der Teilnahme an der Eröffnungssitzung des Legislaturjahres des türkischen Parlaments, das zeitgleich zum Bombenanschlag in Ankara stattfand.---/Ak Party/APA Images via ZUMA Press Wire/dpa

Am Sonntagmorgen kam es in der türkischen Hauptstadt Ankara zu einer Explosion. Am Abend wurde ein Bekennerschreiben veröffentlicht, das weitere Informationen lieferte. Kurz darauf startete die türkische Luftwaffe Angriffe auf Ziele in kurdischen Gebieten im Irak.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Kurz nach dem Bombenanschlag in Ankara unternahm das türkische Militär Luftangriffe im Nordirak.

  • Das türkische Verteidigungsministerium erklärte, es habe 20 Stellungen der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) im Nordirak bombardiert.

  • Das Ministerium beruft sich auf das Recht zur Selbstverteidigung.

Nur wenige Stunden nach dem Bombenanschlag in Ankara unternahm das türkische Militär Luftangriffe im Nordirak. Das Verteidigungsministerium gab am Sonntagabend (1. Oktober) bekannt, dass dabei "eine große Zahl von Terroristen neutralisiert" wurden. Die Ziele der Angriffe waren die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK sowie andere "terroristische Gruppierungen".

Das türkische Verteidigungsministerium erklärte, es habe 20 Stellungen der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) im Nordirak bombardiert. "In den Regionen Metina, Hakurk, Kandil und Gara im Nordirak" seien Luftangriffe gegen die "PKK und andere terroristische Elemente" geflogen worden, "um terroristische Angriffe aus dem Nordirak auf unsere Bevölkerung und unsere Ordnungskräfte zu verhindern und die Sicherheit unserer Grenzen zu gewährleisten", hieß es in der Erklärung. Das Ministerium berief sich dabei auf das Recht zur Selbstverteidigung. Die PKK hat ihr Hauptquartier in den Kandil-Bergen im Nordirak.

Im Video: Explosion in Ankara - Türkische Regierung meldet Bombenanschlag

Bombenanschlag nahe dem türkischen Parlament in Ankara

Wie die türkische Regierung berichtete, hatte sich ein Angreifer am Sonntagmorgen vor dem türkischen Innenministerium in die Luft gesprengt, einen weiteren Angreifer hätte die Polizei mit einem Schuss in den Kopf getötet.

In Zusammenhang mit dem Angriff wurden zwei Polizisten leicht verletzt. Am Abend verbreitete die PKK-nahe Nachrichtenagentur ANF ein mutmaßliches Bekennerschreiben der PKK.

Die Aktion sei genau nach Plan verlaufen und eine Reaktion auf das Vorgehen der Türkei in kurdischen Gebieten gewesen, zitierte die PKK-nahe Nachrichtenagentur ANF aus einem mutmaßlichen Bekennerschreiben der HPG, dem militärischen Arm der PKK.

Der Anschlag ereignete sich zur gleichen Zeit wie die Eröffnung der neuen Legislaturperiode des türkischen Parlaments und fand in unmittelbarer Nähe des Parlamentsgebäudes statt.

Erdogan spricht von Terroristen

Präsident Recep Tayyip Erdogan bezeichnete die Attacken in seiner Eröffnungsrede als "letztes Zucken des Terrors". Die "Schurken" hätten ihre Ziele nicht erreicht und würden sie niemals erreichen, so Erdogan laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu.

Im langanhaltenden Konflikt zwischen der PKK und dem türkischen Staat, der bereits Jahrzehnte dauert, hat es Tausende von Opfern gegeben. Die türkische Regierung in Ankara führt regelmäßig Militäreinsätze in der Südosttürkei und im Nordirak gegen die PKK durch. Im Gegenzug verübt die PKK immer wieder Anschläge, insbesondere gegen türkische Sicherheitskräfte, bei denen auch Zivilisten ums Leben kommen.

  • Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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