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Inhaltsstoffe, die keiner will

Öko-Test untersucht Mineralwasser: Die meisten überzeugen - eines fällt komplett durch

  • Aktualisiert: 23.05.2024
  • 16:53 Uhr
  • Stefan Kendzia
Schluck für Schluck Schadstoffe und Pestizide? Öko-Test konnte unerwünschte Inhaltsstoffe in Mineralwasser nachweisen. (Symbolbild)
Schluck für Schluck Schadstoffe und Pestizide? Öko-Test konnte unerwünschte Inhaltsstoffe in Mineralwasser nachweisen. (Symbolbild)© Adobe

Gesund, erfrischend und rein - gerne wirbt man mit der Natürlichkeit von Trinkwasser. Dass Mineralwässer mit Kohlensäure allerdings auch unerwünschte Inhaltsstoffe beinhalten können, hat ein Test von Öko-Test ans Tageslicht gebracht.

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Öko-Test hat in einem aktuellen Test die Qualität von Mineralwasser untersucht und ist fündig geworden. In manchen Sprudelflaschen steckt mehr als Wasser und Kohlensäure - unter anderem Abbauprodukte von Pestiziden, Uran und Nickel. Trotzdem: Die meisten getesteten Mineralwasser konnten erfreulicherweise im Test überzeugen und wurden mit "sehr gut" oder "gut" benotet.

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Die Mineral- und Tafelwasserverordnung regelt, was im Wasser stecken darf und wie viel

Mineralwasser - natürlich, rein und ursprünglich? Damit sich ein Wasser so nennen darf, muss es bestimmte Kriterien erfüllen. Es darf dann nur aus unterirdischen, vor Verunreinigungen geschützten Wasservorkommen stammen. Wie Öko-Test berichtet, ist aber auch das noch kein Garant dafür, dass nicht auch unerwünschte Bestandteile ins Wasser geraten. Was und wie viel "Nebenbestandteile" ein Wasser beinhalten darf, ist streng in der Mineral- und Tafelwasserverordnung geregelt. Manche Stoffe wie Bor, Nickel und Uran sind zwar natürlichen Ursprungs, können in bestimmten Mengen aber schädliche Effekte haben.

Insgesamt 26 Produkte mit Bestnote empfehlenswert ausgezeichnet

Es gibt aber nicht nur Stoffe, die in der Natur vorkommen und im Wasser landen können. Sondern zum Beispiel auch Abbauprodukte von Pestiziden. Selbst über menschliche Ausscheidungen können beispielsweise unerwünschte Süßstoffe ins Abwasser und so in den Wasserkreislauf gelangen. In der aktuellen Ausgabe der "Öko-Test" (06/2024) sind insgesamt 54 Classic-Mineralwässer getestet worden, darunter fünf mit Bio-Auslobung und insgesamt zehn Produkte, die für die Zubereitung von Säuglingswasser geeignet sind. Positiv hervorzuheben ist, dass insgesamt 26 Produkte mit der Bestnote empfehlenswert ausgezeichnet wurden. Auch erfreulich - die durchweg geringste Belastung von Nitrat. Davon wurden in 27 Wässern lediglich Spuren gefunden, keine Probe lag bei über 50 Prozent der erlaubten Grenzwerte.

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Pestizidabbauprodukte sogar in Mineralwasser, das als "geeignet für Säuglinge" deklariert ist

Hervorzuheben sind bei diesem Text zwei stellvertretende Verlierer als auch Gewinner. Am schlechtesten im Test schnitt "Marius Quelle Classic, Sachsenheim" in der Glas-Mehrwegflasche von Rietenauer Mineralquellen ab. Bei Laboruntersuchungen wurden Bor und Abbauprodukte von Pestiziden nachgewiesen, wie "T-Online" berichtet. Bor ist in geringen Mengen nicht schädlich, in höherer Konzentration kann es zu einer Verminderung der Spermienqualität sowie zur Missbildung von Neugeborenen führen. Wie hoch der Borgehalt in der Marius Quelle Classic, Sachsenheim allerdings ausgefallen ist, führt Öko-Test nicht auf. Ebenso soll ein Pestizidabbauprodukt im Wasser nachgewiesen worden sein. Dieser stellt ausdrücklich keine akute Gesundheitsgefährdung dar, erklärt Öko-Test. Dennoch überschreiten die Werte den Orientierungswert für Pestizide der entsprechenden Verwaltungsvorschrift.

Ein weiterer Verlierer war das "Magnus Classic" in der Glas-Mehrwegflasche von Magnus Mineralbrunnen. Bei Laboruntersuchungen sollen sich zwei Pestizidabbauprodukte gezeigt haben. Eines davon erhöht, eines lediglich in Spuren. Dass das Wasser allerdings als "geeignet für Säuglinge" deklariert ist, ist bedenklich und erhält damit die Note "ausreichend".

:newstime
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Die meisten getesteten Mineralwasser erhalten Gesamtnote "sehr gut"

Erfreulich: Unter den empfehlenswerten Mineralwässern schnitten die meisten mit der Gesamtnote "sehr gut" oder "gut" ab. Darunter stellvertretend "Adelholzener Classic" in der Glas-Mehrwegflasche von Adelholzener sowie "Lichtenauer Mineralquellen Spritzig" in der Glas-Mehrwegflasche von Lichtenauer Mineralquellen. In beiden wurden weder Pestizidrückstände noch bedenkliche Inhaltsstoffe nachgewiesen.

Gesamtergebnisse der getesteten Mineralwässer mit Kohlensäure

  • 28 Classic-Mineralwasser schnitten mit der Gesamtnote "sehr gut" ab.
  • 9 Classic-Mineralwasser konnten sich die Gesamtnote "gut" sichern.
  • 5 Classic-Mineralwasser erhielten die Gesamtnote "befriedigend" - darunter befanden sich 1 Classic-Bio-Mineralwasser , 1 Mineralwasser geeignet für Säuglinge und 1 Classic-Bio-Mineralwasser geeignet für Säuglinge.
  • 7 Classic-Mineralwasser wurden mit der Gesamtnote "ausreichend" beurteilt - darunter ein als für Säuglinge geeignetes deklariertes Wasser.
  • 1 Classic-Mineralwasser mit der schlechtesten Gesamtnote "mangelhaft".
  • Verwendete Quellen:
  • T-Online: "Mineralwasser im Test: Pestizide und Schadstoffe nachgewiesen"
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