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 Russland prophezeit Ende der Ukraine

Putin droht Ukraine mit "irreparablem Schlag"

  • Aktualisiert: 29.01.2024
  • 20:54 Uhr
  • Jessica Steffens
Russischer Präsident Putin droht der Ukraine erneut.
Russischer Präsident Putin droht der Ukraine erneut.© Gavriil Grigorov/Pool Sputnik Kremlin/dpa

Der russische Präsident sieht die Gegenoffensive der Ukraine als gescheitert. Putin sieht die Initiative auf dem Schlachtfeld derzeit "vollständig in den Händen der russischen Streitkräfte". Nun droht er Kiew mit einem "irreparablen Schlag" gegen die Ukraine als Staat. 

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Wladimir Putin droht der Ukraine mit einem Ende ihrer Existenz als Staat. Durch die Gegenoffensive der Ukraine zur Rückeroberung von Gebieten, drohe dem Land ein "irreparabler Schlag" von russischer Seite. Das sagte Putin bei einem vom Staatsfernsehen übertragenen Treffen mit Vertretern von Kommunen.

Im Video - "Frieden im Ukraine-Krieg? Militärexperte: "Politik Russlands muss scheitern"

Die sogenannte Friedensformel des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sei nichts anderes als eine Fortsetzung des "Verbots" von Verhandlungen mit Russland. Die Handlungen Kiews verfolgen in erster Linie den Abzug russischer Truppen aus der Ukraine. Doch niemand könne Russland dazu zwingen, auf die bisher eroberten Gebiete zu verzichten, so Putin. "Alle verstehen, dass das nicht möglich ist."

Vor knapp zwei Jahren, am 24. Februar 2022, waren russische Truppen in die Ukraine einmarschiert, derzeit kontrollieren sie rund 20 Prozent des Staatsgebiets.

Putin: Ukraine wollte Fortsetzung des Krieges

Putin warf den ukrainischen Truppen vor, russische Grenzregionen wie zuletzt das Gebiet Belgorod zu beschießen, um vom eigenen Scheitern abzulenken. Die Kriegshandlungen sollen außerdem lediglich den westlichen Sponsoren zeigen, dass die Ukraine in der Lage sei, auf russische Angriffe zu antworten.

Weiter behauptet Putin, der Krieg hätte bereits vor rund anderthalb Jahren, mit den Verhandlungen in Istanbul, beendet werden können.

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:newstime

Der frühere ukrainische Verhandlungsführer und Fraktionschef von Selenskyjs Partei im Parlament, David Arachamija hatte berichtet, dass Moskau bei den Verhandlungen lediglich auf die Neutralität der Ukraine bestanden hätte. Für einen neutralen Status der Ukraine müsse die Verfassung des Landes umgeschrieben werden und der NATO-Kurs daraus gestrichen werden.

Arachamija bestätigte dem Fernsehsender "1+1" gegenüber, dass Großbritanniens Premierminister Boris Johnson sagte, sie würden "mit ihnen (den Russen) überhaupt nichts unterzeichnen - lasst uns einfach kämpfen!"
Johnson habe aber die Ukraine nicht dazu gezwungen. Die Ukraine sei nicht bereit gewesen, das Dokument zu unterzeichnen. Arakhamiia zufolge hatte die Delegation nicht einmal das Recht, etwas zu unterzeichnen. Dafür wäre ein Treffen zwischen Wolodymyr Selenskyj und Wladimir Putin nötig gewesen.

Putin bezeichnete die ukrainischen Führungsmächte als "vom Westen gesteuerte Dummköpfe", die sich damit für eine Fortsetzung des Kampfes entschieden hätten.

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  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur: dpa
  • TV-Sender "1+1 Ukrainia"
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