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Alarmglocken schrillen

"Erhöhte Tsunami-Gefahr": Riesiger Meeres-Vulkan bedroht Italien

  • Aktualisiert: 31.10.2023
  • 16:23 Uhr
  • Emre Bölükbasi
Der größte aktive Vulkan in Europa bebt wieder - jetzt warnen Forscher:innen vor einer Tsunami-Gefahr.
Der größte aktive Vulkan in Europa bebt wieder - jetzt warnen Forscher:innen vor einer Tsunami-Gefahr.© Adobe Stock

Tief unter dem Tyrrhenischen Meer nördlich von Sizilien brodelt es - Europas größter aktiver Unterwasservulkan Marsili bebt wieder. Jetzt warnen Forscher vor einer "erhöhten Tsunami-Gefahr".

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Das Wichtigste in Kürze

  • Der Marsili ist mit seinen gigantischen Maßen der größte aktive Vulkan in Europa.

  • Erst vor kurzem kam es zu einem Beben unter dem Meer.

  • Jetzt warnen Forscher:innen vor düsteren Szenarien.

Die Phlegräischen Felder in Italien sind seit geraumer Zeit in aller Munde. Der europäische Supervulkan brodelt - die Angst vor einem großen Ausbruch kocht hoch. Dabei sind die Phlegräischen Felder nicht der größte aktive Vulkan Europas. Der schlummert nämlich unter dem Tyrrhenischen Meer nördlich von Sizilien - der gigantische Unterwasservulkan Marsili sorgt jetzt wieder für Aufruhr unter Wissenschaftler:innen.

Anlass zur Sorge gibt die jüngste Aktivität des riesigen Vulkans. Wie die "Frankfurter Rundschau" (FR) am Montag (30. Oktober) berichtete, gab es zuletzt am 28. September einen Erdstoß am Marsili. Die Stärke soll bei 3,2 gelegen haben. 

Untersuchungen zeigen, dass das Unterwassermonster noch aktiv ist.

INGV, über den Marsili

Forscher:innen warnen jetzt vor mehreren Gefahren und geben düstere Prognosen ab. "Untersuchungen zeigen, dass das Unterwassermonster noch aktiv ist", zitierte die "FR" das Geophysikalische und vulkanologische Institut (INGV) in Rom. Aktuell komme es zwar nur zu kleineren Beben und es würde Gas unter dem Meer entweichen, doch im Falle eines Ausbruchs könne es zu einer dramatischen Lage kommen.

Für die Küsten Süditaliens bestehe "erhöhte Tsunami-Gefahr", sagte laut der "FR" INGV-Präsident Enzo Boschi. Der Grund dafür: Bei einer Explosion könnten die Vulkanwände brechen und für eine Flutwelle sorgen. Diese könne die Küsten von Kampanien, Kalabrien und Sizilien gefährden. Detaillierte Prognosen über eine mögliche Explosion seien zwar nicht möglich, doch diese könne im schlimmsten Fall auch Städte wie Neapel, Palermo oder auch Cagliari auf Sardinien zerstören.

70 Kilometer lang, 30 Kilometer breit - das ist Europas größter aktiver Vulkan

Der Unterwasservulkan Marsili macht mit seiner gigantischen Größe von sich Reden: Laut dem INGV hat er eine Länge von 70 Kilometern und eine Breite von 30 Kilometern. Seine Basis liegt laut dem Institut in einer Tiefe von etwa 3.400 Metern, wobei sich der Scheitel in einer Tiefe von etwa 500 Metern unter dem Meer befinde.

Der Marsili, benannt nach dem italienischen Wissenschaftler Luigi Ferdinando Marsili (1658 - 1730), brach zuletzt vor etwa 2100 und 3000 Jahren aus. Das geht laut dem INGV aus jüngeren Studien hervor, die dem riesigen Unterwasservulkan zuletzt auch in der italienischen Öffentlichkeit zu einer großen Bekanntheit verholfen haben sollen.

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