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Russischer Angriff

Seit Kriegsbeginn: Bereits 10.000 Zivilisten in der Ukraine getötet

  • Veröffentlicht: 22.11.2023
  • 16:18 Uhr
  • Anne Funk
Das Dorf Selydove im Gebiet Donezk wurde durch russische Raketen beschädigt.
Das Dorf Selydove im Gebiet Donezk wurde durch russische Raketen beschädigt.© REUTERS

Nicht nur Soldaten fallen im Angriffskrieg Russlands gegen das Nachbarland, auch zahlreiche zivile Opfer sind zu beklagen. In der Ukraine sei "kein Ort völlig sicher", so die UN.

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Bereits seit 21 Monaten tobt der russische Angriffskrieg in der Ukraine - mit katastrophalen Folgen. Laut einem Bericht der Vereinten Nationen sind bereits mindestens  10.000 Zivilist:innen getötet worden, darunter mehr als 560 Kinder. Die tatsächliche Todeszahl dürfte sogar noch "erheblich höher" sein, da viele Leichen noch nicht identifiziert seien, teilte das Büro des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte in Genf am Dienstag (21. November) mit. Außerdem seien mithilfe der vor Ort stationierten UN-Beobachter:innen bislang mehr als 18.500 verletzte Zivilist:innen registriert worden.

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"Düsterer Meilenstein"

"10.000 getötete Zivilisten sind ein düsterer Meilenstein für die Ukraine", erklärte die Leiterin der UN-Mission in der Ukraine, Danielle Bell, der Mitteilung zufolge. Der Angriffskrieg Russlands entwickele sich zu einem langwierigen Konflikt, "dessen hohe menschliche Verluste schwer zu begreifen sind". Weit weg von der Front wurden zahlreiche Zivilist:innen durch russische Raketen getötet, fügte Bell hinzu - und betonte: "Kein Ort in der Ukraine ist völlig sicher."

Kein Ort in der Ukraine ist völlig sicher.

Danielle Bell, Leiterin der UN-Mission in der Ukraine

So seien beispielsweise am 15. November vier Menschen getötet worden, als eine Rakete in ein vierstöckiges Wohnhaus im Dorf Selydove im Gebiet Donezk eingeschlagen war. Unter den Opfern habe sich eine Familie befunden, die zu Beginn des Krieges vertrieben worden war, sowie eine 85-jährige Frau.

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Der Vorfall sei ein typisches Beispiel für die Angriffe, die derzeit zivile Opfer fordern, so die UN. In den letzten drei Monaten hätte es die meisten verifizierten zivilen Opfer - 86 Prozent - in den von der Regierung kontrollierten Gebieten gegeben. Die überwiegende Mehrheit wurde durch Explosivwaffen mit großflächiger Wirkung verursacht, zum Beispiel Artilleriegranaten oder Streumunition. Unter den zivilen Opfern in der Ukraine seien auch ältere Menschen überproportional vertreten, da sie oft nicht in der Lage sind, sich an sicherere Orte zu begeben.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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