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Mit Leidenschaft gegen Rechts

Söder warnt: AfD verschlechtert Leben der Normalverdiener und Arbeitnehmer

  • Veröffentlicht: 28.09.2023
  • 17:05 Uhr
  • Stefan Kendzia
Söder ist es wichtig zu erklären, dass eine Stimme für die AfD kein Denkzettel für Berlin ist, sondern ein Schnitt ins eigene Fleisch.
Söder ist es wichtig zu erklären, dass eine Stimme für die AfD kein Denkzettel für Berlin ist, sondern ein Schnitt ins eigene Fleisch.© REUTERS

In einem exklusiven Interview mit der "Augsburger Allgemeinen" spricht Bayerns Ministerpräsident Markus Söder über die derzeitige Lage in Deutschland. Vor allem aber engagiert er sich leidenschaftlich gegen Rechtspopulisten und Rechtsextreme, die in Form der AfD ein Problem für Bayern darstellen. 

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Noch wenige Tage bis zur Bayern-Wahl und Markus Söder ist im Wahlkampfmodus. Neben der Asylproblematik liegt ihm das Thema AfD besonders am Herzen. Denn unter der Rechtsaußen-Partei würden besonders Normalverdiener und Arbeitnehmer leiden.

Im Video: Erfolgsserie gebrochen - AfD scheitert bei Oberbürgermeisterwahl in Nordhausen

AfD kein bayerisches Problem, aber doch ein Problem für Bayern

Markus Söder ist - wie auch sein CDU-Kollege Friedrich Merz - alles andere als ein Fan der AfD. Er wird nicht müde, vor den Folgen einer Rechtsaußenpartei zu warnen. So auch im Interview mit der Augsburger Allgemeinen. Auch wenn die AfD kein bayerisches Problem ist, ist sie doch ein Problem für Bayern. Denn sie nährt sich zum Teil aus Regionen, in denen es traditionell "Reichsbürger und auch noch vermehrt Querdenker gibt", wie Söder sagt. Trotzdem meint er, viele sind einfach nur frustriert von der Ampel. Daher kämpft er "energisch und mit Leidenschaft gegen die AfD und versuche allen zu erklären, dass eine Stimme für die AfD kein Denkzettel für Berlin ist, sondern ein Schnitt ins eigene Fleisch."

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Wie in vielen europäischen und weltweiten Ländern sind Rechtspopulisten ein Problem. Die Lage ist auch in Deutschland ernst - darum muss man umso mehr herausarbeiten, "was die AfD wirklich bedeutet: Sie würde das Leben der Normalverdiener und Arbeitnehmer massiv verschlechtern." Das macht Söder auch gleich an einem konkreten Beispiel fest: "Das AfD-Ziel ist raus aus der EU und der NATO: Raus aus der EU hieße raus aus dem Wohlstand. Wir können unsere Autos nicht nur in Deutschland verkaufen."

Auch ein NATO-Austritt ist für Söder absolut undenkbar. Das würde immense Gefahren mit sich bringen, denn "raus aus der Nato wäre die Machtübernahme Putins in Deutschland. Die AfD-Ultras sind reine Kreml-Vasallen und wollen Deutschland dem Einfluss Moskaus ausliefern. Das geht gar nicht", mahnt Söder. Mit einem momentanen Umfrage-Rekordergebnis der AfD vor der Bayern-Wahl, das aktuell bei zwölf bis 14 Prozent liegt, ist Söders beherzter Kampf gegen die Rechtsaußenpartei nachvollziehbar.

  • Verwendete Quellen:
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urn:newsml:dpa.com:20090101:240402-99-541079
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