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US-Präsidentschaftsvorwahlen

Trump gewinnt US-Vorwahlen in New Hampshire

  • Aktualisiert: 24.01.2024
  • 11:51 Uhr
  • Rebecca Rudolph

Ex-US-Präsident Donald Trump konnte sich in New Hampshire gegen die ehemalige US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, durchsetzen. US-Präsident Biden gewann ebenfalls in dem Bundesstaat, wenn auch nur symbolisch.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Donald Trump machte bei den Vorwahlen in New Hampshire das Rennen unter den Republikanern.

  • Für die Demokraten konnte sich Joe Biden die Stimmen der Wähler:innen sichern.

  • Allerdings ist sein Erfolg eher symbolischer Natur: Die in dem Bundesstaat gesicherten Delegiertenstimmen werden beim Nominierungsparteitag der Demokraten im Sommer nicht berücksichtigt.

Trump gewinnt gegen Nikky Haley

Ex-US-Präsident Donald Trump hat die wichtige Vorwahl zur Präsidentschaftskandidatur der Republikaner im Bundesstaat New Hampshire gewonnen. Das berichteten die Nachrichtenagentur AP und der Sender Fox News am Dienstagabend (23. Januar, Ortszeit) übereinstimmend unter Berufung auf eigene Prognosen.

Donald Trump, Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner und ehemaliger Präsident der USA, konnte die Vorwahlen in New Hampshire für sich entscheiden.
Donald Trump, Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner und ehemaliger Präsident der USA, konnte die Vorwahlen in New Hampshire für sich entscheiden.© Matt Rourke/AP

In dem kleinen Bundesstaat an der Ostküste lieferten sich Trump und die ehemalige US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, ein Duell um die Nominierung ihrer Partei für die Präsident:innenwahl Anfang November. Kurz vor der Abstimmung war Floridas Gouverneur Ron DeSantis aus dem Rennen der Republikaner ausgestiegen. In Umfragen hatte Trump zuvor bereits klar vor Haley gelegen. Allerdings mit weniger Abstand als in anderen Bundesstaaten.

Deshalb wäre für die 52-Jährige ein Sieg in New Hampshire besonders wichtig gewesen. Haley, die als Diplomatin einst Trumps konfrontative Außenpolitik auf internationaler Bühne zu vertreten hatte, gilt in der öffentlichen Wahrnehmung als politisch moderater als Trump und ist auch rhetorisch deutlich gemäßigter unterwegs. Wegen der weniger radikal gesinnten Wählerschaft in New Hampshire hoffte sie im konservativen Lager auf einen Erfolg.

Im Video: Um Trump zu stoppen - Immer mehr Republikaner unterstützen Haley

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Auch Biden gewinnt in New Hampshire - aber nur symbolisch

Den Prognosen zufolge hat im Lager der Demokraten US-Präsident Joe Biden die Vorwahl zur Präsidentschaftskandidatur in New Hampshire gewonnen. Allerdings ist sein Erfolg eher symbolischer Natur - denn die in dem Bundesstaat gesicherten Delegiertenstimmen werden beim Nominierungsparteitag der Demokraten im Sommer nicht berücksichtigt.

Biden, der im November eine erneute Amtszeit als Präsident anstrebt, war am Montagabend (22. Januar) bei der Vorwahl nicht auf dem Wahlzettel vertreten. Dennoch hatten die Wählerinnen und Wähler die Möglichkeit, seinen Namen eigenständig einzutragen. Die Unterstützer:innen von Biden warben vor allem aus Image-Gründen um Stimmen, um zu verhindern, dass der Präsident ohne jegliche Unterstützung dastand.

Im Video: Biden wirft Trump Nazi-Rhetorik vor

Interner Streit bei den Demokraten um Vorwahlen

Hintergrund ist ein interner Streit bei den Demokraten: Ursprünglich plante die Parteiführung, den Auftakt der Vorwahlserie nach South Carolina zu verlegen, einen Bundesstaat mit einer vielfältigeren Wählerschaft, um etwa den Stimmen von Schwarzen Wähler:innen eine größere Plattform zu bieten. Die Abstimmung dort ist aber erst am 3. Februar vorgesehen.

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New Hampshire war entschlossen, seinen Status als erster Vorwahlstaat zu behalten, und bestand auf seinem frühzeitigen Abstimmungstermin. Biden folgte der Parteilinie und verzichtete darauf, sich auf den Wahlzettel in New Hampshire setzen zu lassen. Dort waren weitgehend unbekannte Kandidat:innen aufgeführt, die keine realistischen Chancen hatten. Biden hat als amtierender Präsident bei den Demokratischen Vorwahlen keine ernsthafte Konkurrenz zu befürchten.

  • Verwendete Quelle:
  • Nachrichtenagentur dpa
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