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US-Präsidentschaftswahlen 2024

USA: Wahljahr - was Biden und Trump gefährlich werden kann

  • Aktualisiert: 01.12.2023
  • 05:08 Uhr
  • Rebecca Rudolph

Im Wahljahr 2024 nähern sich die USA einer erneuten Konfrontation zwischen Joe Biden und Donald Trump. Der Demokrat und der Republikaner haben dabei mit jeweils individuellen Herausforderungen zu kämpfen. Es gibt jedoch etwas, das sie gemeinsam haben.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Donald Trump und Joe Biden wollen beide für die Präsidentschaftswahl 2024 in den USA antreten.

  • Beide haben dabei jeweils mit ganz eigenen Herausforderungen zu kämpfen.

  • Allerdings haben sie ein gleiches Problem: Ihr hohes Alter.

Das kommende Wahljahr in den Vereinigten Staaten verspricht, historisch zu werden. Es zeichnet sich alles für eine Wiederholung des Wahlkampfes zwischen dem derzeitigen Präsidenten Joe Biden und seinem Vorgänger Donald Trump ab.

Trump und Biden haben beide in den kommenden Monaten mit besonderen Herausforderungen zu kämpfen – eine teilen sie:

Die Herausforderungen für Biden

Die Weltlage

Biden hat es mit mehreren internationalen Krisen zu tun. Der Krieg zwischen Israel und Hamas in Gaza könnte zu einem größeren Konflikt in der Region werden. Angriffe Iran-gestützter Gruppen gegen US-Kräfte im Nahen Osten haben zugenommen. Der Demokrat dürfte mit aller Macht versuchen zu verhindern, dass Amerika in einen Krieg hineingezogen wird. Auch Russlands Krieg gegen die Ukraine spaltet die USA.

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Die Wirtschaft

Mit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine und dem Ende der Coronakrise stiegen in den USA die Preise. Im Sommer 2022 erreichte die Inflation in der größten Volkswirtschaft der Welt ein 40-Jahres-Hoch von über neun Prozent. Obwohl die Teuerungsrate seitdem deutlich gesunken ist, verzeichnet man weiterhin moderate Preisanstiege.

Das Alter

Biden wurde als ältester Präsident aller Zeiten in das Weiße Haus gewählt. Aktuell ist er 81 Jahre alt, bei einer möglichen zweiten Amtszeit wäre er 82 Jahre alt und zum Ende seiner Präsidentschaft 86 Jahre alt. In seinen öffentlichen Auftritten kommt es regelmäßig zu Verhasplungen, Suchen nach Wörtern sowie Verwechslungen von Zahlen, Orten und Personen.

Der Sohn

Biden Sohn Hunter Biden fällt schon seit längerem durch negative Schlagzeilen auf. In den Medien landete er vor allem durch jahrelange Alkoholabhängigkeit, Drogensucht, windige Geschäfte, einen Rechtsstreit mit einer Ex-Stripperin über den Unterhalt für ein uneheliches Kind. Im September wurde der 53-Jährige wegen Verstößen gegen das Waffenrecht angeklagt. Eine weitere Anklage wegen mutmaßlicher Steuervergehen könnte noch folgen. Nie zuvor hatte ein amtierender Präsident einen Sohn mit so viel negativen Schlagzeilen. Im Wahlkampf liefert es den Republikanern viel Material für politische Attacken.

Joe Biden, US-Präsident und Donald Trump, ehemaliger Präsident der USA wollen beide US-Präsident 2024 werden.
Joe Biden, US-Präsident und Donald Trump, ehemaliger Präsident der USA wollen beide US-Präsident 2024 werden.© Jonathan Ernst/Stefan Jeremiah/Pool Reuters/AP/dpa

Die Herausforderungen für Trump

Die Prozesse

Trump ist mitten im Wahlkampf und steht vor vier strafrechtlichen Anklagen – zwei davon beziehen sich auf seine Bemühungen, den Ausgang der Präsidentschaftswahl 2020 rückgängig zu machen. Obwohl diese Anklagen und sogar eine mögliche Gefängnisstrafe Trump nicht davon abhalten, sich erneut um das höchste Amt im Staat zu bewerben, ist unklar, wann die Urteile fallen werden.

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Das Alter

Auch der Republikaner ist nicht mehr der Jüngste. Sollte der 77-Jährige noch einmal wiedergewählt würde, wäre er mit dann 78 Jahren und sieben Monaten der älteste Präsident, der jemals ins Weiße Haus eingezogen ist. Auch Trump wirkt öfters durcheinander: Zuletzt machte er den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban zum türkischen Staatsoberhaupt.

Die Konkurrenten

Momentan wird allgemein angenommen, dass Trump die Kandidatur seiner Partei gewinnen wird. In Umfragen scheint er einen uneinholbaren Vorsprung zu haben. Sein bisher ernstzunehmender Konkurrent, der Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, hat zuletzt stark an Beliebtheit eingebüßt. Andererseits gewinnt Trumps frühere US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, in Umfragen an Unterstützung dazu. Obwohl der Abstand zu Trump mit fast 50 Prozentpunkten enorm ist, ist im Wahlkampf alles möglich.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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