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Tarifstreit

Streik: Verdi ruft bundesweit zur Arbeitsniederlegung im Handel auf

  • Aktualisiert: 27.10.2023
  • 16:39 Uhr
  • Anne Funk
Teilnehmer:innen eines Warnstreiks in Nordrhein-Westfalen demonstrieren Mitte Oktober für die Verdi-Forderungen.
Teilnehmer:innen eines Warnstreiks in Nordrhein-Westfalen demonstrieren Mitte Oktober für die Verdi-Forderungen.© Bernd Thissen/dpa

Am Freitag kann es bundesweit sowohl im Einzelhandel als auch im Groß- und Außenhandel zu Arbeitsniederlegungen kommen. Die Gewerkschaft Verdi rechnet mit Zehntausenden Teilnehmenden.

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Die Gewerkschaft Verdi hat für Freitag (27. Oktober) zu Streiks im gesamten Bundesgebiet aufgerufen, da es nach über einem halben Jahr Tarifverhandlungen im Handel weder einen Abschluss noch ein verbessertes Angebot der Arbeitgeberseite gebe.

"Diesbezüglich brachten auch die Verhandlungen in der letzten Woche in verschiedenen Bundesländern keine Veränderung", heißt es in einer Mitteilung der Gewerkschaft. "Das ursprüngliche Angebot der Arbeitgeber aus dem Sommer ist nach wie vor völlig unzureichend."

Im Video: Union fordert - Bürgergeld-Empfänger sollen gemeinnützige Arbeit leisten

Die Arbeitgeber im Einzelhandel würden Teile der tabellenwirksamen Tariferhöhungen an die Entwicklung der Inflation 2024 binden, so die weitere Erklärung. "Sie übertragen damit das wirtschaftliche Risiko auf die Beschäftigten." Wenn sie zudem ankündigten, die Entgelterhöhungen erst im Februar 2025 zahlen zu wollen, "dann bitten sie die Kolleginnen und Kollegen auch noch, in Vorleistung zu gehen. Das ist ein Unding", so Vorstandsmitglied Silke Zimmer.

Druck soll erhöht werden

Mit dem bundesweiten Aktionstag wolle Verdi den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Für den Einzelhandel fordert die Gewerkschaft 2,50 Euro mehr Stundenlohn, mindestens aber 13,50 Euro. Im Groß- und Einzelhandel wird eine Lohnerhöhung von 13 Prozent beziehungsweise 425 Euro mehr im Monat gefordert, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Von der Arbeitgeberseite sind bisher bis zu 8,5 Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten angeboten worden, inklusive einer einmaligen Inflationsausgleichsprämie.

Die nächsten Verhandlungsrunden finden laut NTV am 30. Oktober 2023 in Hessen im Groß- und Außenhandel und für den Einzelhandel am 1. November 2023 in Mecklenburg-Vorpommern statt.

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