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Betrugsprozess

Wegen Wutreden des Ex-Präsidenten: Richter erhält Morddrohungen von Trump-Anhängern 

  • Aktualisiert: 28.11.2023
  • 13:33 Uhr
  • Stefan Kendzia
Richter Arthur Engoron erhält "ernst zu nehmende" Morddrohungen, seit er den Betrugsprozess gegen Ex-US-Präsident Trump leitet.
Richter Arthur Engoron erhält "ernst zu nehmende" Morddrohungen, seit er den Betrugsprozess gegen Ex-US-Präsident Trump leitet.© Erin Schaf/POOL New York Times/AP/dpa

Es wird nicht ruhiger um Ex-US-Präsident Donald Trump. Im Betrugsprozess um das Firmenimperium wütet Trump gegen die Staatsanwaltschaft, Gerichtsmitarbeitende und den Richter Arthur Engoron. Mit Auswirkungen: Engoron wird mit Morddrohungen, Gewaltaufrufen und antisemitischen Angriffen überzogen, seit er den Prozess leitet.

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Trumps Verhalten scheint immer für Reaktionen zu sorgen. Nachdem der Ex-US-Präsident den Betrugsprozess gegen sein Firmenimperium als Bühne genutzt hatte, Wutreden gegen seine Gegner und die Gerichtsbarkeit hinausposaunte und dafür letztendlich ein Redeverbot erhielt, sollen beängstigende Drohungen gegen den Vorsitzenden Richter Arthur Engoron zugenommen haben.

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Nach Trumps Wuttiraden haben die Drohungen zugenommen

Dass Trump, seine Söhne und Mitarbeiter:innen den Wert des Firmenimperiums der "Trump Organization" jahrelang systematisch manipuliert haben, um an günstigere Kredite zu kommen, steht außer Frage. Aktuell geht es in New York "nur" noch um die Höhe der Strafen sowie ein mögliches Geschäftsverbot für Trump in New York. Im Rahmen dieses Verfahrens ist Trump weniger durch Kooperation aufgefallen, denn aufgrund seiner wütenden Tiraden auf alles und jeden, der gegen ihn ist. So auch Gerichtsmitarbeitende, die Staatsanwaltschaft und der vorsitzende Richter Arthur Engoron. Seit dieser den Prozess leitet und Trump sogar mit einem Redeverbot belegte, habe laut "Spiegel" die Zahl der Drohungen gegen Engoron zugenommen. 

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Wie das Nachrichtenportal "Raw Story" mitteilt, soll Engoron Morddrohungen und Gewaltaufrufe erhalten haben. Unter anderem die Nachricht: "Sie sollten ermordet werden". Inzwischen soll ein Bericht mit sagenhaften 275 Seiten mit allen bisherigen Drohungen zusammengestellt worden sein. Die Drohungen seien dem Bericht zufolge "ernsthaft und glaubwürdig und nicht hypothetisch oder spekulativ" und beinhalteten auch antisemitische Angriffe. Captain Charles Hollon, der für den Bericht verantwortlich sein soll, fügte hinzu: "Als Herr Trump gegen die Redeverbote verstieß, nahm die Zahl der drohenden, belästigenden und herabwürdigenden Nachrichten zu."

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