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Warnung in Bayern

Warntag in Bayern: So lief der Probealarm heute

  • Aktualisiert: 14.03.2024
  • 15:50 Uhr
  • Nicole Sauer

Video von den Redakteuren Klaus Kiefer, Tim Vaassen und Zoe Wiesner

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Im Ernstfall kann eine verpasste Katastrophenwarnung Menschenleben kosten. Damit die Bevölkerung die Alarmierungen auch erkennt,  wurde es heute gegen 11 Uhr wieder laut. So verlief der Warntag 2024.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zur Sensibilisierung der Bevölkerung  gab es am Donnerstag (11.00 Uhr) wieder einen landesweiten Warntag.

  • Neben dem Sirenensignal sollen den Angaben zufolge auch andere Warnmittel, wie Warn-Apps und Cell Broadcast, getestet werden.

  • Die digitalen Warnungen auf Mobiltelefonen verliefen beim Warntag 2024 weitgehend erfolgreich, aber nicht ganz ohne Störungen.

Warntag 2024 nicht gänzlich störungsfrei

Der Probealarm für Krisenfälle hat am Donnerstagmorgen offenbar nicht überall gleich gut funktioniert. Die digitalen Warnungen auf Mobiltelefonen verliefen weitgehend erfolgreich, aber nicht gänzlich störungsfrei, zog Innenminister Joachim Herrmann (CSU) eine erste Bilanz. Vereinzelt sei es zu Verzögerungen gekommen.

Zusätzlich zu Sirenen und Warnungen auf Handys wurden Bürgerinnen und Bürger beim aktuellen Warntag laut Ministerium auch visuell über Informationstafeln in Bahnhöfen, dem Öffentlichen Nahverkehr und in den Innenstädten erreicht.

"Ein vielfältiger Warnmittelmix aus Sirenen, Rundfunkdurchsagen, digitalen Stadtinformationstafeln, Warn-Apps und Cell Broadcast ist das A und O, um möglichst viele Menschen im Ernstfall rasch zu erreichen", so Herrmann.

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Warnsignale übers Handy - so geht's

Um Warnsignale übers Handy zu bekommen, braucht es keine extra App, aber die Technik muss in den Einstellungen aktiviert sein. So geht es.

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© 17:30 SAT.1 Bayern
Einrichtung am Android-Handy:
  • Bei einem Android-Handy müssen zuerst die Einstellungen aufgerufen werden. Dort weiter auf den Button "Sicherheit und Notfälle".
  • Ganz nach unten scrollen und auf "Notfallbenachrichtigungen für Mobilgeräte" drücken.
  • Im Anschluss dann den kleinen Regler "Notfallbenachrichtigungen zulassen" nach rechts schieben.
Einrichtung beim iPhone:
  • Hier ebenfalls auf "Einstellungen" und dort auf "Mitteilungen" drücken.
  • Dann ganz nach unten scrollen und die Buttons "Extreme Gefahr", "Gefahreninformationen" und "Test Warnungen" aktivieren.

Die Warnmeldungen und das Sirenengeheule sollen dann im Ernstfall die Bevölkerung dazu bewegen, Radio oder Fernseher einzuschalten.

Landesweiter Warntag

Zur Sensibilisierung der Bevölkerung und zum Test der Infrastruktur gibt es am Donnerstag wieder einen landesweiten Warntag: Ab 11.00 Uhr war in weiten Teilen des Landes ein Probealarm für die Bevölkerung mit Sirenen, Warn-Apps und Cell Broadcast zu hören. Ziel sei es, die Funktionsfähigkeit des Warnsystems und die Warnung der Bevölkerung zu proben, teilte das bayerische Innenministerium in München mit.

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Sirenen, Warn-Apps und Cell Broadcast

Dazu soll für eine Minute ein auf- und abschwellender Heulton zu hören sein, der die Bevölkerung bei schwerwiegenden Gefahren für die öffentliche Sicherheit veranlassen soll, ihre Rundfunkgeräte einzuschalten und auf Durchsagen zu achten.

Neben dem Sirenensignal sollen den Angaben zufolge auch andere Warnmittel, wie Warn-Apps und Cell Broadcast, getestet werden. Cell Broadcast ist ein Mobilfunkdienst, mit dem Warnnachrichten direkt auf das Handy oder Smartphone geschickt werden, sofern diese die Funktion aktiviert haben. Eine spezielle App muss hierfür nicht installiert werden. Die Warnung über Cell Broadcast wurde gegen 11.00 Uhr durch das Innenministerium ausgelöst.

Warntag 2023 nicht problemlos abgelaufen

Zuletzt hatte es in Bayern im September 2023 einen Warntag gegeben, der nach Angaben von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) insgesamt zufriedenstellend aber nicht überall problemlos abgelaufen war.

Wie im vergangenen September ist auch der anstehende Warntag Teil einer bundesweiten Kampagne. Ziel des 2020 eingeführten bundesweiten Warntags ist es, die Menschen im Land für Warnungen zu sensibilisieren. Zugleich sollen die Abläufe und die technische Funktionsfähigkeit der verschiedenen Warnmittel und -systeme einer Prüfung unterzogen werden. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), die Innenministerien der Länder und die Kommunen führten den Aktionstag gemeinsam durch.

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  • Nachrichtenagentur dpa
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