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#Was Männer hassen

Auf Kritik reagieren Männer und Frauen in der Regel unterschiedlich. Frauen nehmen sich Vorwürfe oft sehr zu Herzen, grübeln tagelang über Probleme  und stellen ihre Person, die Beziehung und überhaupt alles infrage. Die meisten Herren der Schöpfung hingegen sehen sich durch ehrliche Worte bedroht – und reagieren nach dem typischen Muster „fight or flight“: Kampf oder Flucht. Kampf äußert sich durch massive verbale Gegenangriffe, Flucht durch beleidigtes Schmollen. Beides ist nicht gerade lösungsorientiert.

#Ich-Botschaften

Was also tun, um nicht mehr zu streiten? Psychologen raten: Mit „Ich“-Aussagen arbeiten. Heißt: Statt „Du machst mir überhaupt keine Komplimente mehr“ oder „Du beachtest mich nicht“ lieber sagen: „Ich bin traurig, weil ich das Gefühl habe, nicht mehr an dich ranzukommen.“ Argumentiert am besten situationsbezogen und möglichst konkret, statt einen Rundumschlag zu machen, in dem ihr ihm alles um die Ohren haut, was euch „im Allgemeinen“ stört.

#Schach matt

Tabu für alle Harmonie-Liebhaber sind Aussagen, die alles bisher Gesagte und Erlebte abwerten: „Es hat doch alles keinen Zweck“ oder „Du verstehst mich einfach nicht!“ Solche Sätze bringen euren Partner garantiert auf die Palme. Schließlich lasst ihr ihm keine Chance, darauf sachlich und lösungsorientiert zu antworten.

#Gift und Galle

Generell gilt: Wer Streit vermeiden will, sollte folgende Ausdrücke aus seinem Sprachgebrauch verbannen – denn diese sogenannten „Giftworte“ lassen jede Auseinandersetzung eskalieren: „Du bringst NIE den Müll runter!“ „IMMER muss ich ALLES alleine machen!“ „NICHTS hast du verstanden, das ist mal wieder TYPISCH!“

#Recht haben und Recht geben

Eine bessere Alternative? Der Satz „Du hast Recht.“ Und zwar ohne „aber…“! Damit kriegt ihr ihn garantiert besänftigt. Männer lieben es, Recht zu haben – oder Recht zu bekommen. Und das, obwohl es in Beziehungsdingen selten „richtig“ oder „falsch“ gibt. Sei’s drum, gerne mal einlenken – so nehmt ihr ihm den Wind aus den Segeln. Eine andere Strategie zur Konfliktvermeidung ist, zu fragen: „Warum empfindest du so?“ oder „Woher kommt dieser Eindruck?“ oder „Worum geht es dir konkret?“ Damit fordert ihr ihn heraus, seine eigenen pauschalen Behauptungen zu hinterfragen und aus dem Vorwurfskarussell auszubrechen.

#Alarmstufe Rot

Er bekommt einen knallroten Kopf, auf seiner Stirn pulsiert eine Ader und er schwitzt wie ein Stier? Code red! Jetzt heißt es: Schnell eine Auszeit nehmen. Vereinbart mit eurem Freund vorab ein Codewort oder ein Symbol, das klar regelt: Ab jetzt wird nicht weiter diskutiert, sondern eine Pause eingelegt. Hintergrund: Mit erhitzten Gemütern kann man(n) nicht mehr klar denken und wird schnell ausfallend.

#Zu spät?

Was, wenn alle guten Tipps nicht helfen? Dann gilt es, zumindest während des Streits fair zu bleiben. Richtig streiten und richtig versöhnen – auch das will gelernt sein. Do’s and Don’ts hat der SAT.1 Ratgeber parat.

Angeber-Fact: Manchmal braucht es ein klärendes Gewitter? Stimmt nicht! Psychologen sind sich heutzutage darüber einig, dass jeder Streit Narben auf dem empfindlichen Beziehungsgewebe hinterlässt. Nie streiten, das ist zwar kaum möglich, dennoch sollten so wenige Konflikte wie möglich eskalieren. Steckt ein Paar in einer Sackgasse, kann eine Paartherapie oder Eheberatung  helfen.