- Bildquelle: Pixabay © Pixabay

Lang ist’s her

Bei Ausgrabungen in der Großstadt Pawlodar in Kasachstan fanden Wissenschaftler einen Schädel – mit einem langen Horn. Die Untersuchungen ergaben, dass es sich um ein sogenanntes „Elasmotherium sibiricum“ handeln muss. Diese Tierart ist ein alter Vorfahre des heutigen Nashorns. Im Verhältnis zu anderen Unterarten dieser Gattung zeichnete sich dieses Exemplar durch lange Beine und möglicherweise sogar durch ein Fell aus – ein Vergleich zu einem Pferd liegt also nahe.

Menschen lebten zeitgleich

Das Besondere an dem Fund ist aber auch die zeitliche Einordnung. Die Forscher fanden heraus, dass der Schädel nur etwas mehr als 26.000 Jahre alt sein kann. Das klingt zwar viel, weicht jedoch stark von den bisherigen Vermutungen zu der Lebenszeit dieser Tierart ab. Bislang glaubten Forscher nämlich, dass das Elasmotherium sibiricum vor 350.000 Jahren gelebt haben muss. Diese neuen Erkenntnisse bedeuten daher auch: Das Tier scheint parallel zu den Menschen die Erde bewohnt zu haben.

 

Der Ursprung des Mythos

Die Existenz von Einhörnern wäre damit zwar nicht bewiesen, aber möglicherweise der Ursprung der fabelhaften Geschichten. Dank seiner Ähnlichkeit zum Pferd kommt das Elasmotherium sibiricum unserer Vorstellung eines Einhorns zumindest sehr nahe.

Angeber-Fact: Erstmalig wurde die Gattung Elasmotherium im Jahr 1808 vom deutschen Zoologen Gotthelf Fischer von Waldheim beschrieben.