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Das kannst du auch jetzt noch säen

Garten im November: Diese köstlichen Gemüse-Sorten kannst du jetzt noch anpflanzen

  • Aktualisiert: 05.12.2022
  • 14:32
picture alliance / Zoonar | Channel Partners

Der Sommer neigt sich dem Ende zu: der Herbst steht vor der Tür. Auch im Gemüsegarten bringt das Veränderungen mit sich. Auf der einen Seite kann jetzt reifes Herbstgemüse wie Kürbisse, Zucchini oder Karotten geerntet werden, auf der anderen Seite ist im September die perfekte Zeit zum Aussäen für viele weitere Gemüsesorten. Wir verraten dir was und wie du jetzt am besten anpflanzen kannst.

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Nach Kürbis, Zucchini und co. kommt jetzt Salat und Knoblauch

Du hast in deinem Garten bisher hauptsächlich im Frühjahr dein Gemüse ausgesät, weil du glaubst, im Herbst ist es zu spät? Weit gefehlt! Es gibt erstaunlich viele Pflanzen, Gemüse und Kräuter, die nicht nur im Herbst, sondern auch im Winter wunderbar wachsen können. Deshalb ist der September die perfekte Zeit, deinen leergefutterten Gemüsegarten wieder aufzufüllen.

Wir zeigen dir hier, wie du die leckeren Vitaminbomben am besten aussäst und pflegst. 

Lese außerdem hier, wie du deine immergrünen Pflanzen gut für den Winter vorbereitest und wie du deinen Rasen im Herbst schon auf den Frühling vorbereitest.

Feldsalat - unkompliziert und lecker

Um einen der Klassiker unter den Salaten auch im September anzubauen braucht es nicht viel, denn der Feldsalat ist bei der Wahl des Bodens grundsätzlich recht anspruchslos. Willst du ihm etwas Gutes tun, dann gib ihm gern einen kalkhaltigen Lehmboden; er wächst aber auch so gut.

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Um ihn zu säen, ziehst du in deinem Beet zunächst 0,5 bis 1 cm tiefe Saatrillen. Lass zwischen den Rillen am besten etwa 15 cm Platz, damit die Pflänzchen genügend Platz zum Wachsen haben. Anschließend verteilst du die Gemüsesamen im Abstand von 5 bis 8 cm. Sind die Saatrillen befüllt, bedeckst du diese mit Erde und drückst sie gut fest. Dann noch schön gleichmäßig angießen und der Feldsalat kann anfangen zu wachsen.

Sorge in der Zwischenzeit dafür, dass deine Salate zwar feucht, aber nicht zu nass sind, damit sich keine Pilzkrankheiten bilden können. Außerdem sollte dein Beet möglichst sonnig stehen, dann kann dein Salat selbst im Winter überleben - decke ihn bei Frost und Schnee am besten einfach mit einem Wintervlies ab.

Lese hier, welches Gemüse im September reif für die Ernte ist. Lust mit dem Gemüse aus dem Garten zu kochen? Suppen für die kalte Jahreszeit, die fast so lecker sind wie beim Oma gibt es hier.

Radieschen - klein, rund und gesund

Ernte von selbstgezogenen Radieschen aus dem eigenen Hochbeet im Garten - frischer geht es nicht.
Ernte von selbstgezogenen Radieschen aus dem eigenen Hochbeet im Garten - frischer geht es nicht.picture alliance / Countrypixel | FRP

Radieschen können sogar in Blumenkästen angepflanzt werden - für diejenigen unter euch, die zwar keinen Garten haben, sich aber trotzdem den Salat verfeinern wollen. Luft, Sonne und lockere Erde sind (neben Wasser natürlich) das Einzige, was ihr für das Gemüse braucht. Ähnlich wie beim Feldsalat zieht ihr einige Reihen, mit einem Abstand von 10 bis 15 cm voneinander und einer Tiefe von ungefähr einem Zentimeter.
Die Samen brauchen einen Abstand von 4 bis 5 cm zueinander. Dann noch etwas Erde darauf und gut angießen. Hältst du die Erde konstant feucht, kannst du schon nach 30 Tagen dein Werk kosten.

Tipp: Durch gelegentliches Hacken lockerst du die Erde zusätzlich auf, was die Radieschen besonders mögen.

Rucola - nicht nur auf der Pizza ein Genuss

Rucola verfeinert vielen Menschen nicht nur den Salat, sondern auch die Pizza oder mal eine Pasta. Deshalb ist es umso schöner, wenn man auch im Herbst seinen eigenen Rucola ernten kann. September ist allerdings der letzte Monat, in dem ihr das Gemüse direkt ins Beet säen könnt, also am besten direkt loslegen. Stellt das Beet dafür an einen sonnigen bis halbschattigen Ort und die Erde solltet ihr mit ca. 2 Litern reifem Kompost pro Quadratmeter vermischen. Ist sie  schön locker, auch hier wieder Saatrillen mit genügend Abstand einarbeiten (15 bis 20 cm) und die Samen 1,5 cm tief in den Boden säen. Mit regelmäßigem Gießen keimt der Rucola nach 5 bis 15 Tagen.

Ideal für Rucola Fans: Frisch aus dem Garten, auf den Teller.
Ideal für Rucola Fans: Frisch aus dem Garten, auf den Teller.picture alliance/dpa | Silas Stein

Winterspinat - keine Ausreden

Wer glaubt, er muss nur im Sommer eine Ausrede finden, um keinen Spinat essen zu müssen, liegt ganz schön falsch. Denn im September kann der Winterspinat ausgesät werden. Er eignet sich super als Nachfolge für Tomaten, Gurken oder Kartoffeln und verträgt auch leichten Frost, sodass er sogar draußen im Beet überwintern kann.

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Den Spinat pflanzt du am besten in Reihen mit ausreichend Abstand (ca. 15 cm) an. Jede Pflanze bekommt ein 3 bis 4 cm tiefes Loch, in das du die Samen gibst. Danach noch mit Erde bedecken und angießen. Auch hier auf genügend Wasserzufuhr achten, dann kann wenig schiefgehen. Aber Achtung: Dünge deinen Spinat besser nicht, denn der darin enthaltene Stickstoff kann dazu führen, dass er gesundheitsschädliche Stoffe bildet. Entferne lieber regelmäßig das Unkraut.

Wintersteckzwiebeln - Frost hat keine Chance

Im Gegensatz zu den Zwiebeln, die im Mai angebaut werden, sind Wintersteckzwiebeln sehr winterhart. Erst bei unter -10 Grad Celsius brauchen sie Schutz vor der Kälte. Deshalb sind sie auch so gut geeignet, sie im September in das Gemüsebeet einzupflanzen. Sie werden ungefähr 3 cm tief, mit dem Wurzelboden nach unten, in die Erde gesetzt. Zwischen den einzelnen Pflanzen solltest du etwa 8 cm Platz lassen. Das tolle an dem Anpflanzen im September ist, dass du sie im Mai ernten kannst - dann, wenn die normalen Zwiebeln erst angebaut werden. Früher Zwiebeln für alle!

Knoblauch - stark gegen Vampire und gut für den Geschmack

Ja, Knoblauch hat so seine Nachteile, was den Geruch angeht. Aber er schmeckt doch einfach zu gut, um sich davon abhalten zu lassen. Deswegen freuen wir uns umso mehr, dass die beste Zeit für das Anpflanzen von Knoblauch genau jetzt im September ist. Und dafür braucht man nicht mal einen reinen Gemüsegarten, denn Knoblauch kann zum Beispiel auch zwischen Rosen wachsen.

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So geht’s:
Erstmal lockerst du dein Beet etwas auf und gibst am besten noch Kompost dazu. Samen brauchst du nicht mal kaufen, sondern nimmst einfach einzelne geschälte Knoblauchzehen und steckst sie mit der Spitze nach oben (!) in die vorbereitete Erde. Auch hier lässt du zwischen den Zehen 15 bis 25 cm Platz. Angießen musst du hier nicht zwingend, aber wenn es sehr trocken ist, hilft es doch ein wenig. Achte darauf, dass du Unkraut möglichst schnell entfernst oder ganz fernhältst, damit der Knoblauch nicht gestört wird. Bis zur "Winterpause" wurzeln die Zehen dann schön und wachsen nach dem Winter weiter, sodass ihr im Frühsommer langsam das Ergebnis sehen könnt.

Tipp für dickere Knollen: Entferne die Blütenknospen, die sich im Frühsommer bilden. So hat die Pflanze mehr Energie, die sie in die Knollenbildung stecken kann.

Winterpostelein – öfter mal was Neues

Hast du schon mal etwas von Winterpostelein gehört? Das auch als Winterportulak bekannte "Tellerkraut" (der Name kommt von den Tellerartig geformten Blättern) scheint hierzulande eines der weniger bekannten Wintergemüsesorten zu sein. Es lohnt sich aber, sie in deinem Gemüsegarten auszuprobieren, denn sowohl roh im Salat, als auch gekocht schmeckt es wunderbar.

Zwischen September und März ist dabei die ideale Anbauzeit, da das Winterpostelein sogar einen Kältereiz benötigt, um zu keimen. Es sollte also bei Temperaturen unter 12 Grad Celsius angebaut werden – zwischen 8 und 12 Grad gefällt es ihm am besten. Bei einem halbschattigen Standort und guter Bewässerung ist das Gemüse sowohl im ländlichen Gemüsegarten, als auch im städtischen Blumenkasten anbaubar, da die Wurzeln nur sehr flach wachsen.

Auch hier ziehst du wieder ca. 1 cm tiefe Rillen, mit einem Abstand von 10 bis 15 cm zueinander. Die Samen kannst du mit einem Abstand von 5 cm recht nah zueinander säen, sodass du noch mehr von dem köstlichen Gemüse hast. Wenn du der Erde vorher noch etwas Kompost hinzugefügt hast, ist auch Düngen überflüssig. Und schon nach 6 bis 8 Wochen kannst du die ersten Blätter ernten. Mach das am besten mit einem scharfen Messer 2 cm über dem Boden. So kannst du weitere Blätter gut heranwachsen. Dann bleibt nur noch zu sagen: guten Appetit mit dem Wintergemüse.

Natürlich (und zum Glück), gibt es noch duzende weitere Gemüsesorten, die sehr winterfest sind und euch auch in den kalten Monaten mit frischem Gemüse versorgen. Alle können wir hier leider nicht aufzählen, aber wir hoffen euch mit Radieschen, Knoblauch und co. die ein oder andere Inspiration geben zu können.

Falls ihr außerdem ein Gewächshaus habt, könnt ihr auch folgende Gemüsesorten problemlos im Herbst und Winter anbauen.

  • Kresse
  • Rote Beeren
  • Möhren
  • Rettich

Ihr seht: auch im September gibt es viel zu tun und viele Möglichkeiten euren kleinen oder großen Gemüsegarten reich zu besäen.

Die restlichen Ernteerträge aus deinem Garten, die du vielleicht nicht sofort verarbeiten kannst oder willst, kannst du einkochen um sie haltbar zu machen.

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