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Zukunft noch ungewiss

Galeria Karstadt Kaufhof: Insolvenzverfahren ist eröffnet

  • Aktualisiert: 03.02.2023
  • 16:09 Uhr
  • Clarissa Yigit
Das Amtsgericht Essen eröffnete am Dienstag (31. Januar) das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung für den schwer angeschlagenen Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof, wie aus einer Mitteilung des Gerichts hervorging.
Das Amtsgericht Essen eröffnete am Dienstag (31. Januar) das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung für den schwer angeschlagenen Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof, wie aus einer Mitteilung des Gerichts hervorging.© Foto: Boris Roessler/dpa

Das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung des angeschlagenen Warenhauskonzerns Galeria Karstadt Kaufhof ist vom Amtsgericht Essen eröffnet worden. Dem Unternehmen steht eine umfangreiche Restrukturierung bevor. Die Zahl der geretteten Filialen stehe aber noch nicht fest.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Der vorläufige Gläubigerausschuss des angeschlagenen Warenhauskonzerns Galeria Karstadt Kaufhof stimmte einstimmig für die Fortsetzung der Eigenverwaltung.

  • Somit konnte das Amtsgericht in Essen das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnen.

  • Galeria-Eigentümer Signa steuert 200 Millionen Euro an Kapital bei.

Der angeschlagene Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof hat die nächste Hürde im Sanierungsprozess genommen. Nachdem der vorläufige Gläubigerausschuss einstimmig für die Fortsetzung der Eigenverwaltung gestimmt hatte, wurde am Dienstag (31. Januar) vom Amtsgericht in Essen das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) unter Berufung auf eine Mitteilung des Gerichts schreibt.

Im Video: Jede dritte Filiale schließt - Galeria Karstadt Kaufhof beantragt Schutzschirmverfahren

Was bedeutet dies konkret?

In den vergangenen Monaten hatte Galeria einen Insolvenzplan mit den Details des Sanierungskonzeptes erarbeitet und dem Gericht vorgelegt. Nun schließt das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung an das bisherige Schutzschirmverfahren an.

Eine kundenfreundliche Verzahnung von Mobile-, Online- und Filialkaufmöglichkeiten ist im Restrukturierungskonzept mit eingeplant. Auch sollen laut Unternehmensangaben die Galeria-Warenhäuser künftig stärker auf die lokalen Bedürfnisse ausgerichtet werden. Außerdem will man die Filialen in fünf Vertriebsregionen unterteilen, um so mehr Eigenständigkeit in Bezug auf Prozesse, Abläufe, Sortimente, Personalplanung und -führung zu erhalten.

"Fokussierung, Priorisierung, Effizienz und Schnelligkeit sind die klaren Leitplanken, die nun vom Management konsequent umgesetzt werden müssen. Wenn das gelingt, hat Galeria in Deutschland eine positive Zukunft", erklärt der Generalbevollmächtigte von Galeria, Arndt Geiwitz, in einer Pressemeldung auf der Webseite des Konzerns.

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Wie viele Filialen müssen schließen?

Eine Anzahl der Filialen, die gerettet werden können, nannte das Unternehmen bisher noch nicht. Allerdings schreibt der Konzern, dass Galeria im Zuge der Sanierung auch das Filialnetz neu aufstellen würde und aktuell mit Vermietern verhandele. Von deren Zugeständnissen hänge es ab, welche konkreten Filialen geschlossen, fortgeführt oder eventuell an einen Erwerber übertragen werden können. Über die genauen Ergebnisse würde man sich frühestens im März äußern, schreibt die "Tagesschau".

Investor Benko steuert Kapital bei

Die "Tagesschau" berichtet außerdem, dass 200 Millionen Euro an Kapital vom Galeria-Eigentümer Signa – mit dem österreichischen Investor René Benko an der Spitze – zur Verfügung gestellt würden, sofern der Insolvenzplan durchgeht. Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger erklärt gegenüber der "Tagesschau": "Notwendig sind entsprechende Investitionen des Investors Benko. Und darauf wird es ankommen, dass er Verantwortung übernimmt für die Zukunft der Warenhäuser und für die Zukunft der Arbeitsplätze und damit für die Menschen bei Galeria."

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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